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Zahlen und FaktenAllgemeine Schulbildung: Gewinner sind die Frauen

Säulendiagramm zum Schulabschluss der Bevölkerung nach Alter und Geschlecht in Deutschland im Jahr 2013Bild vergrößern

Der Bildungsstand der deutschen Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Dies zeigt der allgemeine Schulabschluss der Bevölkerung nach Alter und Geschlecht. Je jünger Frauen und Männer sind und damit je kürzer ihre Schulzeit zurückliegt, desto niedriger ist der Anteil der Personen mit einem Hauptschulabschluss. Gleichzeitig erreicht ein immer größerer Anteil der Schüler die Fachhochschul- oder Hochschulreife. Die Realschule beziehungsweise die polytechnische Oberschule der DDR erfreuten sich früher ebenfalls wachsender Beliebtheit, ihr Anteil hat sich aber bei den jüngeren Jahrgängen stabilisiert. Über alle Altersgruppen hinweg haben etwa vier Prozent der Bevölkerung keinen allgemeinen Schulabschluss.

Sowohl Männer als auch Frauen haben in Deutschland von der Bildungsexpansion profitiert. Darunter ist zu verstehen, dass die Kindergeneration stets besser gebildet ist als die Elterngeneration. Allerdings haben Frauen stärker ihre Chancen genutzt und gerade bei den höheren Schulabschlüssen deutlich aufgeholt. Im Jahr 2013 hatten mehr als die Hälfte der 20- bis 24-jährigen Frauen die Fachhochschul- oder Hochschulreife, aber nur 44 Prozent der gleichaltrigen Männer.

Für beide Geschlechter erhöhen ein hoher und guter Schulabschluss die Chancen auf eine hochwertige Berufsausbildung. Von großer Bedeutung ist dabei die Bildung der Eltern: Je höher der Bildungsabschluss der Eltern ist, desto häufiger besuchen auch ihre Kinder höhere Schulen. So hatten 2013 zum Beispiel 62 Prozent der Schüler an Gymnasien mindestens ein Elternteil, das selbst die Fachhochschul- oder Hochschulreife aufweist. Lediglich acht Prozent der Eltern von Gymnasiasten, aber 45 Prozent der Eltern von Hauptschülern, verfügten höchstens über einen Hauptschulabschluss.

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