Navigation und Service

Zahlen und FaktenBevölkerungsrückgang bis 2040 in den meisten Bundesländern

Die deutschen Länder unterscheiden sich deutlich bezüglich ihrer Bevölkerungsgröße und -entwicklung.

Balkendiagramm zur Bevölkerungszahl der Bundesländer im Jahr 2017 sowie Tabelle zur prozentualen Entwicklung zwischen 1990 und 2017 beziehungsweise 2013 und 2040Bild vergrößern

Die Bevölkerungszahl der deutschen Bundesländer unterscheidet sich erheblich. Während Bremen im Jahr 2017 rund 681.000 und das Saarland etwa eine Million Einwohner hatten, lebten in Nordrhein-Westfalen 17,9 Millionen Menschen – mehr als in ganz Ostdeutschland. Die ungleiche Fläche der Länder ist dabei naturgemäß ein zentraler Erklärungsfaktor für die Unterschiede in der Bevölkerungsgröße. In Hinblick auf das Verhältnis von Einwohnerzahl und Fläche sind die ostdeutschen Flächenländer am dünnsten besiedelt, allen voran Mecklenburg-Vorpommern mit einer Bevölkerungsdichte von 69 Einwohnern je Quadratkilometer. Demgegenüber weisen die Stadtstaaten die höchste Bevölkerungsdichte auf. Am dichtesten besiedelt ist Berlin mit über 4.000 Einwohnern je Quadratkilometer.

In der Bevölkerungsentwicklung der Länder zeigen sich ebenfalls große Unterschiede. Im Zeitraum von 1990 bis 2017 ist die Bevölkerungszahl in sieben Bundesländern zurückgegangen: in den ostdeutschen Flächenländern, im Saarland und in Bremen. Sachsen-Anhalt hat dabei fast jeden vierten Einwohner verloren. Die Bevölkerung in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein ist dagegen jeweils um mehr als ein Zehntel gewachsen. Steigende Bevölkerungszahlen beruhen fast ausschließlich auf Wanderungsgewinnen aus dem In- und Ausland, da außer Baden-Württemberg alle Länder über den gesamten Betrachtungszeitraum hinweg deutlich mehr Sterbefälle als Geburten aufweisen. Die Binnenwanderung innerhalb Deutschlands ist stets ein Nullsummenspiel: Der Wanderungsgewinn eines Bundeslandes ist der Wanderungsverlust eines anderen Landes.

Während die Bevölkerung zwischen 1990 und 2017 bundesweit um 4 Prozent gewachsen ist, könnte sie im Zeitraum von 2013 bis 2040 um durchschnittlich 2 Prozent zurückgehen. Zu diesem Ergebnis kommt die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung unter der Annahme einer relativ starken Zuwanderung. Für fünf Bundesländer – Berlin, Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen – wird entgegen dem bundesweiten Trend ein weiteres Bevölkerungswachstum bis 2040 erwartet. Im Kontrast dazu werden die ostdeutschen Flächenländer und das Saarland weiterhin besonders stark schrumpfen. Sie sind deshalb Vorreiter beim Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels in Deutschland.

Zusatzinformationen

Das könnte Sie auch interessieren

Zahlen und Fakten Bevölkerungszahl nimmt noch zu

Liniendiagramm zur Entwicklung der Bevölkerungszahl in Deutschland zwischen 1950 und 2060

Rund 82,8 Millionen Menschen lebten 2017 in Deutschland, zwei Millionen mehr als fünf Jahre zuvor. Bis 2060 wird jedoch ein Rückgang der Bevölkerungszahl auf etwa 67 bis 77 Millionen erwartet.mehr: Bevölkerungszahl nimmt noch zu …

Zahlen und Fakten Große regionale Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung

Karte zum Bevölkerungswachstum nach Gemeinden in Deutschland zwischen 2011 und 2016

Der Gegensatz zwischen wachsenden städtischen und schrumpfenden ländlich-peripheren Räumen prägt sowohl die aktuelle als auch die langfristige demografische Entwicklung. In Ostdeutschland ist der Bevölkerungsrückgang besonders stark.mehr: Große regionale Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung …

Zahlen und Fakten Höchste Bevölkerungsdichte entlang des Rheintals

Karte zur Bevölkerungsdichte nach Gemeinden in Deutschland am 31.12.2017

Mit rund 230 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Deutschland eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas. Die Bevölkerung ist aber regional ungleich verteilt.mehr: Höchste Bevölkerungsdichte entlang des Rheintals …

Zahlen und Fakten Alterung regional unterschiedlich weit fortgeschritten

Karte zum Anteil der Bevölkerung im Alter von über 65 Jahren in den Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands im Jahr 2017

Der Anteil älterer Menschen in Deutschland nimmt kontinuierlich zu. In zahlreichen ostdeutschen Kreisen ist bereits mehr als jeder vierte Einwohner älter als 65 Jahre.mehr: Alterung regional unterschiedlich weit fortgeschritten …

Logo des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung




Als registrierter Nutzer anmelden

Schließen