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Gute Praxis in DeutschlandSmart City Oldenburg – Der Mensch im Mittelpunkt

Oldenburg in Niedersachsen

Luftbild des Smart City Living Lab Oldenburg Smart City Living Lab Oldenburg, Quelle: Stadt Oldenburg

Ausgangslage

Europas Städte stehen vor komplexen und gesellschaftlich übergreifenden Herausforderungen: Klimawandel, demografische Entwicklung und ein sich verstärkendes Ungleichgewicht zwischen Stadt und Land betreffen nicht nur Metropolen, sondern zunehmend auch kleine und mittlere Städte. Während in Großstädten schon seit einiger Zeit unter dem Schlagwort „Smart City“ an innovativen Antworten auf diese Herausforderungen gearbeitet wird, nimmt der Handlungsdruck mittlerweile auch in kleineren Städten zu. Vor diesem Hintergrund wird in Oldenburg aufgezeigt, wie mittelgroße Städte mit ganzheitlichen, „smarten“ Konzepten drängende Herausforderungen beantworten und die Zukunft gestalten können.

Ziele
  • übergreifende Antworten auf aktuelle Herausforderungen geben
  • technologischen Fortschritt mit einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung verknüpfen
  • die Smart City-Idee auch in mittelgroßen Städten verankern
Konzept

Oldenburg verfolgt verschiedene Maßnahmen und Projekte zum Themenbereich Smart City. Die grundsätzliche Ausrichtung und Zielsetzung der Smart City-Bestrebungen sind im Strategiepapier „Der Mensch im Mittelpunkt“ (2016) dargestellt. Zentrale Aussage ist, dass die Smart City-Lösungen der Stadt Oldenburg sich am Menschen und seinen Bedürfnissen ausrichten sollen. Dieser Leitgedanke soll in allen zukünftigen Projekten verwirklicht werden, mit denen insgesamt eine umweltgerechte und nachhaltige Raumentwicklung ermöglicht werden soll, die mit Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftlicher Entwicklung, Lebensqualität und gesellschaftlichem Zusammenhalt einhergeht. „Smart“ sind die Projekte insofern, als dass Informations- und Kommunikationstechnologie ein integraler Bestandteil ist, der systematisch und vernetzt eingesetzt wird.

Aktivitäten und Ergebnisse
  • Durchführung des Interreg Projekts „Smart Regions North“ (2014–2017): Realisierung von rund 120 Vorhaben in allen Teilregionen. Zu den Projekten aus Oldenburg und der Region gehören beispielsweise eine Pilotanlage zur Abwasserwärmenutzung, die Forschungsinitiative „Energieeffiziente Stadt Oldenburg“ und das Projekt „SolarDachbörse NordWest“, in dem Dachbesitzer und Investoren, die in Photovoltaik investieren möchten, zusammengebracht werden.
  • Entwicklung einer Smart City-Strategie für Oldenburg im Jahr 2016, mit Ansätzen aus den Bereichen Energie, Verkehr, Verwaltung und Lebensqualität.
  • Partizipative Entwicklung eines Masterplans für das Modellprojekt „Smart City – Living Lab Fliegerhorst“, in dem stadtteilbezogen Smart City-Lösungen erprobt werden sollen; Beantragung einer Bundesförderung (2017).
Besonderheiten
  • Die Smart City-Strategie wurde in einem Dialogprozess zwischen Verwaltung, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen entwickelt.
  • Zentrales Element aller Smart City Bestrebungen ist der Leitsatz „Der Mensch im Mittelpunkt“.
  • Die Vorhaben rund um das Thema „Smart City“ sind in den Strategieplan „Mobilität und Verkehr Oldenburg2025“ sowie in das Stadtentwicklungsprogramm „step2025“ eingebettet, und sind damit ein integraler Bestandteil der künftigen Entwicklung Oldenburgs.
Finanzierung

Es handelt sich um verschiedene Vorhaben, die zum Teil von der Stadt Oldenburg finanziert werden. Vorhaben, die im Rahmen des Interreg-Projekts „Smart Regions North“ umgesetzt wurden, haben eine Förderung durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) erhalten.

Beteiligte

Bei der Positionierung Oldenburgs als „Smart City“ sind neben der Stadtverwaltung weitere Akteure (Forschungseinrichtungen, Wirtschaft und Bürgerschaft) beteiligt. Die Smart City-Strategie wurde in Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Informatikinstitut OFFIS entwickelt. Am deutsch-niederländischen Interreg-Projekt „Smart Regions North“ war Oldenburg gemeinsam mit den Städten Groningen, Assen und Bremen sowie der Region Groningen-Assen und der Metropolregion Bremen-Oldenburg beteiligt.

Ansprechpartner
Julia Masurkewitz-Möller
Stadt Oldenburg, Stabsstelle Digitalisierung
Markt 1
26105 Oldenburg
Telefon: 0441 2353624
E-Mail: julia.masurkewitz-moeller@stadt-oldenburg.de

Zusatzinformationen

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