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Gute Praxis in DeutschlandDie Niedersachsen-Professur – Forschung 65 plus

Niedersachsen

Ziele

Herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus in Forschung und Lehre an niedersächsischen Hochschulen zu halten und die wissenschaftlichen Leistungen im Alter anzuerkennen

Projektinhalte

Exzellente Forschung kannte noch nie Altersgrenzen. Wissenschaftliche Leistungsfähigkeit endet nicht zu festgesetzten Stichtagen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber die hohe Aufmerksamkeit, die die Frage nach dem 'Humankapital des Alters' (Paul B. Baltes) heute auf sich zieht, macht eine völlig andere Dimension des Themas deutlich: "Alle Lebensalter für die wissenschaftliche Produktivität eines Landes zu aktivieren ist [heute] ein prinzipiell sinnvolles Ziel" (nochmals Paul B. Baltes). Zu dieser Debatte hat besonders die internationale Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beigetragen: Immer öfter werden Wissenschaftler aus Deutschland aus dem sogenannten "Ruhestand" noch auf Professuren im Ausland berufen. Und dies, ohne dass den deutschen Hochschulen die Möglichkeit geboten wird, hier attraktive eigene Angebote für die Wissenschaftler auszusprechen.

Bislang fehlt eine breite Anerkennung für wissenschaftliche Leistungen im Alter. Im universitären Umfeld wurden Einzellösungen und Förderangebote für herausgehobene Personenkreise, etwa die deutschen Nobelpreisträger der vergangenen Jahre, und einzelne Wissenschaftsbereiche wie z.B. Neurowissenschaften entworfen. Es blieb jedoch bei punktuellen Angeboten, eine Förderung im größeren Rahmen fehlte bislang.
Vor diesem Hintergrund ermöglicht das Land Niedersachsen mit dem Programm „Die Niedersachsen-Professur – Forschung 65 plus“ herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, auch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus in Forschung und Lehre an niedersächsischen Hochschulen tätig zu sein.

Dem oder der „Niedersachsenprofessor/in“ wird eine nebenberufliche Professur übertragen, zusätzlich zu den Versorgungsbezügen entsprechend des Beamtenversorgungsgesetzes. Sie soll die Fortsetzung oder auch den Neustart von Forschungsarbeiten ermöglichen – oder die weitere Erfüllung von Aufgaben, die im Interesse des Landes liegen. Neben den Bezügen der Professur werden Ausstattungsmittel in einem begrenzten Umfang finanziert. Die jeweilige Hochschule verpflichtet sich, die notwendige Ausstattung an Räumen, Apparaten und Personal für die Arbeit zur Verfügung zu stellen – sowohl für die Niedersachsen-Professur als auch für eine neuen Professorin oder einen neuen Professor. Niedersachsen-Professuren werden in der Regel befristet bis zu drei Jahre vergeben; eine einmalige Verlängerung um bis zu zwei Jahre ist möglich.

Besonderheiten

Niedersachsen ist das erste Bundesland, das ein solches Angebot für die Hochschullehre entwickelt hat. Das Modell befindet sich inzwischen in der fünften Antragsrunde und stößt auf reges Interesse.

Finanzierung

Fehlbedarfsfinanzierung.

Gefördert durch die VolkswagenStiftung.

Beteiligte
  • Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
  • VolkswagenStiftung
Laufzeit

Drei Jahre, einmalige Verlängerung auf bis zu fünf Jahre möglich

Ansprechpartner
Dr. Silke Bertram
Förderreferentin Volkswagen-Stiftung

Zusatzinformationen

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