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Zahlen und FaktenZensus 2011: Ergebnisse für den Bund und die Länder

Am 31. Mai 2013 haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder die ersten Ergebnisse des Zensus 2011 vorgestellt. Wir haben für Sie die bundes- bzw. länderspezifischen Pressemitteilungen und Informationsmaterialien zusammengetragen. Die Ergebnisse für Deutschland, die Länder und die Kommunen können in der Zensusdatenbank und bei den Statistischen Ämtern abgerufen werden. Einige zentrale Befunde sind zudem in einer interaktiven Zensuskarte dargestellt.

Zum Stichtag 9. Mai 2011 fand in Deutschland erstmals seit 1987 in den alten Ländern bzw. 1981 in den neuen Ländern wieder eine Volkszählung, der Zensus 2011, statt. Ein zentrales Ziel war die Ermittlung der aktuellen Einwohnerzahlen in Bund, Ländern und Kommunen. Seit der letzten Volkszählung gab es Millionen an Geburten, Sterbefällen, Zuzügen und Fortzügen, die statistisch in die amtliche Bevölkerungsfortschreibung eingegangen sind. Über einen Zeitraum von 24 bzw. 30 Jahren entstehen naturgemäß Ungenauigkeiten und führen zu Unsicherheiten über die aktuelle
Bevölkerungszahl.

Die amtlichen Einwohnerzahlen bilden eine wesentliche Entscheidungsgrundlage bei politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Planungen von Bund, Ländern und Kommunen. So sind sie die maßgebliche Bemessungsgrundlage für den Finanzausgleich sowie ein wichtiges Kriterium für die Einteilung der Bundestagswahlkreise und für die Berechnung der Anzahl der Stimmen der Länder im Bundesrat. Verlässliche Bevölkerungsdaten sind auch auf lokaler Ebene bei Zukunftsentscheidungen unverzichtbar, um beispielsweise abschätzen zu können, ob und wie viele Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser benötigt werden. Diese Beispiele unterstreichen die hohe Bedeutung des Zensus 2011 für die Politik. Zumal der Zensus auch Basisdaten zur Struktur der Bevölkerung, der Erwerbstätigkeit und der Wohnsituation bereitstellt. In Zukunft soll die Bevölkerung alle 10 Jahre „gezählt“ werden.

Am 31. Mai 2013 haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder die ersten Ergebnisse des Zensus 2011 vorgestellt. Ein Kernergebnis ist, dass in Deutschland zum Zensusstichtag 80,2 Millionen Einwohner lebten – und damit rund 1,5 Millionen bzw. 1,8 Prozent weniger Einwohner als bislang angenommen. Den größten Anteil daran haben die Ausländer, deren Zahl um fast 1,1 Millionen Personen nach unten korrigiert werden muss. Diese Ungenauigkeit lässt sich vor allem dadurch erklären, dass sich Ausländer bei der Einreise nach Deutschland zwar bei den Meldebehörden ihres neuen Wohnortes anmelden, gelegentlich jedoch bei einer Ausreise die Abmeldung vergessen.

Allerdings gibt es regional große Unterschiede in der Differenz zwischen den Ergebnissen des Zensus 2011 und der bisherigen amtlichen Bevölkerungsfortschreibung. Während Berlin 5 Prozent (175.870) und Hamburg 4,5 Prozent (80.649) weniger Einwohner als angenommen haben, sind es in Rheinland-Pfalz nur 0,2 Prozent weniger. Je kleinräumiger die Betrachtung ist, desto größer sind die Abweichungen. Unter den Großstädten muss zum Beispiel Aachen seine Bevölkerungszahl um 8,4 Prozent nach unten korrigieren, während Bergisch Gladbach (beide Nordrhein-Westfalen) tatsächlich 3 Prozent mehr Einwohner hat. In den mehr als 11.000 Gemeinden in Deutschland beträgt die Korrektur zwischen -43,2 Prozent und +161,5 Prozent.

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