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Zahlen und FaktenTeilnahme an Weiterbildung abhängig vom Bildungsniveau

Wer viel Zeit in seine schulische und berufliche Ausbildung gesteckt hat, investiert auch mehr Zeit in das lebenslange Lernen. Ausschlaggebend für eine Weiterbildung sind meist berufliche Gründe. Das zeigt sich auch bei den Themen der Weiterbildungsaktivitäten.

Liniendiagramm zur altersspezifischen Teilnahmequote an Weiterbildungen im Jahr 2016Bild vergrößern

Lebenslanges Lernen ist bei einer hohen Wissensdynamik und dem demografisch bedingten Arbeitskräfterückgang eine Voraussetzung, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands zu erhalten. Im Jahr 2016 haben 25,3 Millionen Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren an mindestens einer Weiterbildung teilgenommen. Das ist genau die Hälfte der gleichaltrigen Bevölkerung. Am häufigsten nahmen 30- bis 44-Jährige an einer Fortbildung teil, also Personen, die in der ersten Hälfte ihres Berufslebens stehen. Danach ging Teilnahmequote mit steigendem Alter zurück. Deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es nicht.

Ausschlaggebend für eine Weiterbildung sind in vier von fünf Fällen berufliche Gründe. Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich, dass fast drei Viertel aller Aktivitäten im Rahmen einer betrieblichen Weiterbildung erfolgen. Individuelle berufsbezogene und nicht berufsbezogene Weiterbildungen kommen mit 10 beziehungsweise 20 Prozent weitaus seltener vor.

Balkendiagramm zur Teilnahmequote an Weiterbildungen nach höchstem beruflichen Abschluss im Jahr 2016Bild vergrößern

Abhängig Beschäftigte nehmen umso häufiger an Weiterbildungen teil, je größer ihr Betrieb ist. Arbeiten sie darüber hinaus im öffentlichen Dienst oder in gemeinnützigen Verbänden, ist die Teilnahmequote deutlich höher als im Handel und im produzierenden Gewerbe. Auch eine hohe berufliche Position wirkt sich positiv auf die Bereitschaft zur Fortbildung auf. Schließlich zeigt sich, dass Frauen und Männer umso häufiger an Weiterbildungen teilnehmen, je höher ihr höchster Schulabschluss beziehungsweise beruflicher Abschluss ist. Wer also schon viel Zeit in seine Ausbildung gesteckt hat, investiert auch mehr Zeit in die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten.

Drei Kreisdiagramme zur Weiterbildung nach Themenbereichen im Jahr 2016Bild vergrößern

Der berufliche Hintergrund spiegelt sich in den bevorzugten Themen der Weiterbildungsaktivitäten wieder: Betriebliche Weiterbildungen behandelten 2016 überwiegend die Themenbereiche Wirtschaft, Arbeit und Recht sowie Natur, Technik und Computer. Im Rahmen der Gesundheitsprävention waren zudem Veranstaltungen zum Thema Gesundheit und Sport relevant. Bei individuellen berufsbezogenen Weiterbildungen sind die behandelten Themen vielfältiger und decken alle Bereiche ab. Privat motivierte Weiterbildungen haben hingegen andere Schwerpunkte: Von weitaus größter Bedeutung ist hier das Thema Grundbildung, Sprachen, Kultur und Politik, gefolgt von den Themen Gesundheit und Sport sowie Natur, Technik und Computer.

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