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Zahlen und FaktenImmer mehr Menschen ziehen in Großstädte und Ballungsgebiete

Viele ländliche Regionen in Deutschland verlieren Einwohner durch Abwanderung. Einen Wanderungsgewinn weisen vor allem Metropolregionen auf.

Karte zum Wanderungssaldo der Kreise in Deutschland im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2013Bild vergrößern

In den letzten Jahren übten die meisten Großstädte und Ballungsgebiete in Deutschland eine starke Anziehungskraft auf Zuziehende aus dem In- und Ausland aus. Besonders hohe Wanderungsgewinne erlebten im Zeitraum 2011 bis 2013 Universitätsstädte wie Münster und Leipzig sowie Oberbayern mit München als Zentrum. Ein attraktives und vielfältiges Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebot, bessere Verdienstmöglichkeiten und ein hoher Freizeitwert sind wichtige Gründe für den stark positiven Wanderungssaldo. Im Vergleich zu anderen Ballungsräumen zogen vergleichsweise wenige Menschen ins Ruhrgebiet.

Abwanderungsregionen sind hingegen häufig ländlich geprägt, strukturschwach und abseits von wirtschaftsstarken Zentren gelegen. Das trifft vor allem auf weite Gebiete Ostdeutschlands zu, aber auch auf zahlreiche Kreise in Rheinland-Pfalz, Nordhessen und Südniedersachsen. Gerade die besonders mobilen jungen Menschen zieht es vom Land in die Städte, so dass die im ländlichen Raum verbleibende Bevölkerung altert. Es gibt aber auch ländliche Regionen mit einer deutlich positiven Wanderungsbilanz. So ist der landschaftlich attraktive Voralpenraum nicht nur Ziel von zuwandernden Menschen im Ruhestand, sondern aufgrund seiner verkehrstechnischen Erschließung auch für erwerbstätige Fernpendler gut erreichbar.

Die großen regionalen Unterschiede im Wanderungssaldo ergeben sich insbesondere dadurch, dass Binnenwanderungen innerhalb Deutschlands immer ein Nullsummenspiel sind: Der Fortzug eines Einwohners aus einer Region bedeutet gleichzeitig den Zuzug in eine andere Region. Wanderungen sind deshalb ausschlaggebend für die regional unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung in Deutschland.

Diese Statistik wird vorläufig nicht aktualisiert, weil durch die starke Zuwanderung von Flüchtlingen ab 2014 die üblichen Wanderungsmuster verfälscht sind.

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