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Zahlen und FaktenKrebserkrankungen und psychische Störungen gefährden zunehmend die Erwerbsfähigkeit

Der Anteil der mit diesen Diagnosen begründeten medizinischen Rehabilitationsleistungen ist deutlich gestiegen. Krankheiten der Gelenke und Wirbelsäule bleiben aber die häufigste Diagnose.

Säulendiagramm zum Anteil von medizinischen Rehabilitationsleistungen an Erwachsene nach Diagnose in den Jahren 1991 und 2015Bild vergrößern

Das Erreichen eines langen Erwerbslebens in Gesundheit gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels an besonderer Bedeutung. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet ihren Versicherten zur Verhinderung des vorzeitigen Ausscheidens aus dem Erwerbsleben Rehabilitationsleistungen an, wenn Erkrankungen und dadurch verursachte Funktionsstörungen die Erwerbsfähigkeit erheblich gefährden oder bereits vermindert haben. Die Zahl der medizinischen Reha-Leistungen ist in der Vergangenheit vor allem für Frauen deutlich gewachsen, hauptsächlich aufgrund ihrer zunehmenden Erwerbsbeteiligung. Darüber hinaus führt die zunehmende Zahl an älteren Arbeitnehmern zu einer höheren Zahl an Rehabilitationen, weil Reha-Leistungen insbesondere für diese Altersgruppen notwendig sind. Die Rentenversicherung finanzierte im Jahr 2015 fast eine Million Leistungen zur medizinischen Rehabilitation an Erwachsene.

Der Hauptgrund für entsprechende Leistungen sind Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, zum Beispiel Arthrose oder Rückenschmerzen. Sie sind für mehr als ein Drittel aller Reha-Fälle in Deutschland verantwortlich. Insbesondere für Männer sind zudem Herz- und Kreislauferkrankungen von Bedeutung. In den letzten Jahrzehnten zugenommen hat der Anteil von Reha-Leistungen aufgrund psychischer Erkrankungen, darunter beispielsweise depressive Störungen und Suchterkrankungen, sowie Leistungen wegen Krebserkrankungen. Wesentliche Gründe für die zunehmende Relevanz von Krebserkrankungen sind ihre vermehrte Diagnostik sowie die wachsende Überlebenschance und -dauer mit dieser Krankheit. Dadurch können Betroffene nach der Behandlung häufiger wieder erwerbstätig sein.

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