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Zahlen und FaktenWieder mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Nach der Wiedervereinigung wurde in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes Personal abgebaut. In den letzten Jahren nimmt die Zahl der Beschäftigten in den Ländern und Kommunen jedoch wieder zu.

Säulendiagramm zur Entwicklung der Anzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst nach den Bereichen Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung in den Jahren 1991 bis 2016Bild vergrößern

In Deutschland waren 2016 rund 4,69 Millionen Frauen und Männer im öffentlichen Dienst beschäftigt. Das sind zwei Millionen beziehungsweise fast ein Drittel weniger als im Jahr 1991. Den größten Rückgang verzeichnet der Bundesbereich, dessen Beschäftigtenzahl um 73 Prozent auf 490.000 gesunken ist. Die Kommunen haben 29 Prozent ihres Personals abgebaut und beschäftigen heute noch 1,46 Millionen Personen. Im Landesbereich ist die Zahl der Beschäftigten um 8 Prozent und damit weniger stark gesunken. Mit 2,36 Millionen Beschäftigten stellen die Länder nun die Hälfte des Personals im öffentlichen Dienst. Als einziger Bereich weisen die Sozialversicherungen mit 370.000 Beschäftigten mehr Personal auf als 1991.

Der langjährige Trend zum Personalabbau im öffentlichen Dienst ist wesentlich auf Rationalisierungs- und Sparmaßnahmen zurückzuführen. Beim Bund kommen zusätzlich die Privatisierungen der Bahn 1993 und Post 1994 sowie die Reduzierung der Streitkräfte in der ersten Hälfte der 1990er Jahre hinzu. Vor allem aufgrund des Ausbaus der Kinderbetreuung nimmt die Zahl kommunaler Beschäftigter nach 2008 wieder zu. Auch der leichte Personalzuwachs der Länder findet überwiegend im Bildungsbereich statt.

Öffentlicher Dienst

Daten zum Personal des öffentlichen Dienstes werden von der amtlichen Statistik jährlich zum Stichtag 30. Juni erhoben. In den Personalstatistiken zählt das Personal der Einrichtungen in privater Rechtsform nicht zum öffentlichen Dienst. Diese umfassen rechtlich selbstständige privatrechtliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, an denen die öffentliche Hand mit mehr als 50 Prozent beteiligt ist.

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