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Zahlen und FaktenFrauen arbeiten Teilzeit wegen Familienpflichten

Balkendiagramm zu den Gründen für eine Teilzeiterwerbstätigkeit in Deutschland nach Geschlecht im Jahr 2013Bild vergrößern

In Deutschland waren 2013 rund 1,9 Millionen Männer und 8,1 Millionen Frauen in Teilzeit beschäftigt, das heißt jeder zehnte erwerbstätige Mann und fast jede zweite Frau. Die Gründe für die Teilzeittätigkeit unterscheiden sich stark nach dem Geschlecht. Rund ein Drittel der Frauen arbeitet aufgrund von persönlichen oder familiären Pflichten nicht in Vollzeit. Dazu zählt zum Beispiel die Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen. Dieses Motiv ist hingegen nur für vier Prozent der Männer ausschlaggebend. Bei den Männern ist die Teilnahme an einer Aus- oder Weiterbildung der häufigste Grund für eine Teilzeiterwerbstätigkeit. Von großer Bedeutung ist darüber hinaus eine offenbar unfreiwillige Teilzeitarbeit, weil sie keine Vollzeitstelle finden.

Die geschlechtsspezifischen Unterschiede stehen im Zusammenhang mit der Altersstruktur der Teilzeitbeschäftigten. Männer arbeiten vor allem im Alter von unter 30 Jahren weniger Stunden, das heißt während der Ausbildung an Schulen und Hochschulen bzw. beim Übergang in das Erwerbsleben. Die meisten weiblichen Teilzeitbeschäftigten sind hingegen zwischen 35 und 60 Jahren alt. In dieser Altersspanne sind familienbezogene Aufgaben besonders verbreitet. Sie werden traditionell häufiger von Frauen wahrgenommen und erlauben oft nur eine eingeschränkte Berufstätigkeit. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten ist bei den Frauen umso höher, je niedriger ihr Bildungsabschluss ist. Bei den Männern ist dieser Zusammenhang schwächer ausgeprägt und arbeiten vergleichsweise viele Akademiker in Teilzeit.

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten beruht auf der Arbeitskräfteerhebung des Statistischen Bundesamtes. Die Abgrenzung des Erwerbsstatus erfolgt dabei entsprechend dem Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

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