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Zahlen und FaktenJe jünger die Kinder, desto seltener arbeiten Mütter

Ein großer Teil der Mütter kehrt erst in den Arbeitsmarkt zurück, wenn das jüngste Kind das Kindergartenalter erreicht hat und arbeitet dann in Teilzeit. Väter arbeiten häufiger und in Vollzeit.

Säulendiagramm zur Erwerbstätigenquote von Müttern und Vätern nach dem Alter des jüngsten Kindes und dem Beschäftigungsumfang im Jahr 2015Bild vergrößern

Der gesellschaftliche und demografische Wandel haben die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den Fokus von Politik und Wirtschaft gerückt. Maßnahmen zielen dabei insbesondere auf eine stärkere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, weil familiäre Verpflichtungen ein häufiger Grund für die Reduzierung der Erwerbsbeteiligung sind. Das hier vorhandene Potenzial ist daran zu erkennen, dass die Erwerbstätigenquote von Müttern mit Kindern unter 18 Jahren aktuell mit durchschnittlich 60 Prozent deutlich niedriger ist als bei Vätern mit 84 Prozent.

Während der Anteil der erwerbstätigen Väter unabhängig vom Alter des jüngsten Kindes relativ konstant bleibt, nimmt der Anteil der erwerbstätigen Mütter mit steigendem Alter des jüngsten Kindes kontinuierlich zu. Ein großer Teil der Mütter kehrt erst in den Arbeitsmarkt zurück, wenn das jüngste Kind das Kindergartenalter erreicht hat. Entsprechend scheint das Angebot an Betreuungsmöglichkeiten von großer Bedeutung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu sein. Etwa 70 Prozent der Mütter sind erwerbstätig, wenn das jüngste Kind auf eine weiterführende Schule geht.

Unterschiede zwischen Müttern und Vätern lassen sich auch hinsichtlich der Arbeitszeit erkennen. Während fast alle erwerbstätigen Väter in Vollzeit tätig sind, arbeiten knapp 70 Prozent der erwerbstätigen Mütter in Teilzeit. Das Alter des jüngsten Kindes ist dabei eher irrelevant. Von Bedeutung ist hingegen bei den Frauen der Wohnort: Wenn das jüngste Kind jünger als zehn Jahre ist, sind mehr als die Hälfte der ostdeutschen Mütter in Vollzeit beschäftigt, aber nur etwa jede fünfte westdeutsche Mutter. Das entspricht häufig ihren Präferenzen. Es gibt aber auch viele in Teilzeit erwerbstätige Frauen, die gerne mehr Stunden arbeiten würden. Ein Grund für die hohe Teilzeitquote könnte ein zu geringes Angebot an Ganztagsbetreuung für Kinder sein.

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