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Zahlen und FaktenErwerbsbeteiligung von Älteren und Frauen nimmt zu

Der Anteil der Erwerbstätigen variiert stark nach Alter und Geschlecht, ist aber zwischen 2000 und 2015 insgesamt deutlich gestiegen. Im Alter von 30 bis 50 Jahren ist die Erwerbsbeteiligung am höchsten.

Liniendiagramm zur Erwerbstätigenquote in Deutschland nach Alter und Geschlecht in den Jahren 2000 und 2015Bild vergrößern

Die Erwerbstätigenquote von Frauen und Männern wächst in Deutschland bis etwa zum 30. Lebensjahr mit zunehmendem Alter. Ursache dieser Entwicklung ist der schrittweise Übergang von immer mehr Personen von der Ausbildung (Schule, Lehre, Studium) in den Beruf. Im Alter von 30 bis 50 Jahren sind dann aktuell ungefähr 90 Prozent der Männer erwerbstätig. Die Erwerbstätigenquote der Frauen erreicht in Folge von Familiengründungen erst mit 40 bis 50 Jahren ihren Höhepunkt und bleibt hinter dem Niveau der Männer zurück. Ab dem 50. Lebensjahr beginnt der schrittweise Ausstieg aus dem Erwerbsleben und die Erwerbsbeteiligung sinkt wieder. Ein früher Erwerbsausstieg ist teilweise unfreiwillig und zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit hervorgerufen. Der Anteil an Personen, der mit 65 Jahren und später erwerbstätig ist, ist in Deutschland gering.

Seit der Jahrtausendwende hat sich die Erwerbsbeteiligung erheblich verändert. Dabei sind drei große Trends auszumachen. Erstens waren junge Männer im Jahr 2015 seltener erwerbstätig als im Jahr 2000. Wesentliche Gründe sind die Abschaffung der Wehrpflicht sowie die wachsende Teilnahme an weiterführenden Schul- und Hochschulausbildungen. Zweitens sind über 25-jährige Frauen heute deutlich häufiger erwerbstätig als früher. Darin spiegeln sich insbesondere eine wachsende Erwerbsneigung von Frauen sowie bessere Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wieder. Die Mehrheit ist jedoch nur in Teilzeit beschäftigt. Drittens ist die Erwerbstätigenquote von über 55-jährigen Männern und Frauen in der Folge von Arbeitsmarktreformen und Einschränkungen bei der Frühverrentung erheblich gestiegen. Mit der schrittweisen Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre ist mittelfristig eine weiter steigende Erwerbsbeteiligung älterer Personen zu erwarten.

Erwerbstätigenquote

Die Erwerbstätigenquote entspricht dem prozentualen Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung gleichen Alters und Geschlechts. Datengrundlage ist die Arbeitskräfteerhebung des Statistischen Bundesamtes. Die Abgrenzung des Erwerbsstatus erfolgt dabei entsprechend dem Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Erwerbstätige sind demnach Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die im Berichtszeitraum mindestens eine Stunde für Lohn oder sonstiges Entgelt irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen beziehungsweise in einem Arbeitsverhältnis stehen, selbstständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben oder einen Freien Beruf ausüben.

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