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Zahlen und FaktenErwerbsbevölkerung schrumpft und altert

Säulendiagramm zur Erwerbsbevölkerung nach Altersgruppen in Deutschland von 1950 bis 2060Bild vergrößern

Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 74 Jahren ist in Deutschland nach 1950 kontinuierlich gewachsen und erreichte im Jahr 2005 mit rund 64 Millionen Personen einen Höchststand. Seitdem ist die Zahl rückläufig und betrug 2013 nur noch 62 Millionen Personen. Ein Grund für den starken Rückgang ist die Bereinigung der Einwohnerzahlen im Rahmen des Zensus 2011. Ab etwa 2030 wird sich die Schrumpfung deutlich beschleunigen. Im Jahr 2060 könnte die Erwerbsbevölkerung trotz stetiger Zuwanderung aus dem Ausland lediglich 51 Millionen Personen groß sein – so klein wie zuletzt vor 1950.

Der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird begleitet von ihrer zunehmenden Alterung. War 1980 noch fast ein Drittel der Erwerbsbevölkerung unter 30 Jahre alt, ist es heute nur knapp ein Fünftel. Gleichzeitig ist der Anteil der über 55-Jährigen an der Erwerbsbevölkerung seit 1980 von 25 Prozent auf 31 Prozent gewachsen und wird bis 2030 weiter zunehmen.

Die Entwicklung der Erwerbsbevölkerung ist direkt verbunden mit der Dynamik der Gesamtbevölkerung. Der Eintritt geburtenstarker Jahrgänge in das erwerbsfähige Alter, wie bis Mitte der 1980er Jahre geschehen, führt zu einer Verjüngung und einem Wachstum der Erwerbsbevölkerung. Bis etwa 2030 stützen diese Jahrgänge die Größe der Erwerbsbevölkerung, erhöhen aber aufgrund ihres zunehmenden Alters gleichzeitig den Altersdurchschnitt. Nach dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem erwerbsfähigen Alter wird die Erwerbsbevölkerung schrumpfen und temporär leicht jünger.

Erwerbsbevölkerung

Zur Erwerbsbevölkerung zählen alle Menschen im erwerbsfähigen Alter. Nach internationaler Definition reicht diese Altersspanne von 15 bis unter 75 Jahre.

Von der Erwerbsbevölkerung abzugrenzen sind die Erwerbspersonen, die sich aus den Erwerbstätigen und Erwerbslosen zusammensetzen.

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