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Zahlen und FaktenKrankenhäuser, Schulen und Fachgeschäfte überwiegend schnell erreichbar

Karte zur Erreichbarkeit von Mittel- und Oberzentren in Deutschland im Jahr 2015 (PKW-Fahrzeit von Gemeinden bzw. Gemeindeverbänden zum nächsten Mittel- oder Oberzentrum in Minuten)Bild vergrößern

Zu den zentralen Herausforderungen des demografischen Wandels zählt in vielen Regionen die Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge, das heißt der Grundversorgung der Bevölkerung mit sozialer und technischer Infrastruktur. Dazu zählen zum Beispiel die Versorgung mit Wasser, die Müllabfuhr, der Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs oder das Angebot von Bildungs- und Kultureinrichtungen. Viele Dienstleistungen wie Fachärzte, Krankenhäuser, Gymnasien, Theater oder Fachgeschäfte sind nicht in jeder Gemeinde verfügbar, sondern in sogenannten Mittel- und Oberzentren konzentriert. Das gilt ebenso für viele Arbeitsplätze. Eine gute Erreichbarkeit dieser zentralen Orte ist daher ein wichtiger Indikator für die Lebensqualität der Bevölkerung.

Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist Deutschland wenig zentralisiert und verfügt über ein breites Netz an Mittel- und Oberzentren. Rund 90 Prozent der Bevölkerung erreichen das nächste Mittelzentrum innerhalb von 15 Minuten Fahrzeit mit dem PKW. Sind Personen wie Schüler oder ältere Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen, ist die Erreichbarkeit vielerorts jedoch deutlich schwieriger.

Eine eingeschränkte Erreichbarkeit von Mittel- und Oberzentren gibt es naturgemäß abseits von größeren Städten. Dies betrifft vor allem die deutschen Nordsee- und Ostseeinseln, aber auch einige ländliche Gebiete wie die Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt. Hier muss die Daseinsvorsorge häufig für eine vergleichsweise kleine Bevölkerung und über längere Entfernungen gewährleistet werden, was in der Regel mit höheren Kosten verbunden ist. Die in den peripheren Regionen aufgrund der Abwanderung von jungen Menschen besonders weit fortgeschrittene Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung sowie die begrenzten finanziellen Handlungsmöglichkeiten der betroffenen Kommunen und Landkreise verstärken die Herausforderungen.

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