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Zahlen und FaktenBevölkerungsrückgang in vielen Regionen bis 2035

Karte zum Bevölkerungswachstum nach Kreisen in Deutschland zwischen 2012 und 2035Bild vergrößern

Die Bevölkerungszahl in Deutschland wird nach der aktuellen Raumordnungsprognose zwischen 2012 und 2035 von 80,5 auf 78,2 Millionen schrumpfen. Dies bedeutet einen Rückgang um 3 Prozent. Allerdings verläuft die Entwicklung regional sehr unterschiedlich. Insbesondere wirtschaftsstarke Regionen werden nach wie vor eine wachsende Bevölkerung aufweisen. Das stärkste Wachstum wird mit bis zu 22 Prozent für das Umland von München erwartet. Demgegenüber schrumpft die Bevölkerung in strukturschwachen Gebieten stark, vor allem in Ostdeutschland. Den größten Bevölkerungsrückgang soll mit –32 Prozent der Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg erleben.

Wanderungsbewegungen sind die Hauptursache für die regionalen Unterschiede im Bevölkerungswachstum. Insbesondere ländlich-periphere Räume verlieren Einwohner durch Abwanderung. Von Zuzügen aus diesen Gebieten sowie Zuwanderern aus dem Ausland profitieren umgekehrt wirtschaftsstarke, überwiegend städtisch geprägte Regionen. Diese bieten in der Regel durch ihr vielfältiges Angebot an Arbeitsplätzen, Bildungseinrichtungen sowie Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten eine hohe Lebensqualität. Da das Wohnen in Großstädten überdurchschnittlich teuer und der Wohnraum oft knapp ist, profitiert bei guter verkehrstechnischer Anbindung auch das Umland von der Attraktivität der Städte.

Der starke Bevölkerungsrückgang in weiten Teilen Ostdeutschlands geht darüber hinaus auf ein außerordentlich großes Geburtendefizit, das heißt mehr Sterbefälle als Geburten, zurück. Dieses entsteht auf der einen Seite durch überdurchschnittlich viele Sterbefälle aufgrund der vergleichsweise alten Bevölkerung in diesen Regionen. Auf der anderen Seite gibt es relativ wenige Geburten, weil potenzielle Mütter fehlen. Viele junge Frauen wandern nach wie vor aus den ländlichen Räumen Ostdeutschlands ab. Zudem führt die niedrige Geburtenrate der Neuen Länder in der Nachwendezeit dazu, dass heute weniger junge Frauen (und Männer) als potenzielle Eltern zur Verfügung stehen.

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