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Zahlen und FaktenHöchste Bevölkerungsdichte entlang des Rheintals

Rechnerisch leben in Deutschland 232 Menschen auf einem Quadratkilometer. Damit ist die Bundesrepublik eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas. Die Einwohner sind aber regional ungleich verteilt.

Karte zur Bevölkerungsdichte nach Gemeinden in Deutschland am 31.12.2017

Besonders dünn besiedelt ist der Nordosten Deutschlands. Hier gibt es flächendeckend Gemeinden mit weniger als 50 Einwohnern je Quadratkilometer. Gleichzeitig sind hier jedoch mit Berlin und Hamburg die beiden größten deutschen Städte zu finden. Grundsätzlich stärker verdichtet ist der Westen. Ein langgezogenes Band mit einer besonders hohen Bevölkerungsdichte erstreckt sich entlang des Rheintals und einigen Zuflüssen des Rheins. Die höchste Bevölkerungsdichte aller Gemeinden weist mit 4 686 Einwohnern je Quadratkilometer die Stadt München auf, während einige gemeindefreie Gebiete menschenleer sind.

Die regionalen Unterschiede der heutigen Bevölkerungsdichte sind das Ergebnis einer sich im steten Wandel befindlichen Siedlungstätigkeit. Noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Großstädte deutlich von einem landwirtschaftlich strukturierten Umland abgegrenzt. Mit der Hochindustrialisierung und der Zunahme des einsetzenden Individualverkehrs begann sich die Bevölkerung noch weiter zu verteilen. Dies erfolgte in konzentrischen Kreisen um die entstehenden Ballungsgebiete herum, aber auch in Längsrichtung entlang von Flussläufen oder Verkehrsstraßen. Das Resultat dieser Entwicklung war ein enormes Städtewachstum, das von einer anhaltenden Landflucht genährt wurde, nach 1945 auch von Zuwanderung aus den früheren Reichsgebieten und dem Ausland.

Die gegenwärtige Verteilung der Bevölkerungsdichte ist ebenfalls nur eine Momentaufnahme und wird sich in Zukunft weiter verändern. Es ist davon auszugehen, dass wirtschaftsstarke Ballungsräume mit ihrem dynamischen Wachstum weiter Menschen anziehen werden, weil die Qualität von Arbeitsplätzen, Bildungsmöglichkeiten oder Versorgungseinrichtungen hier am höchsten ist. Strukturschwache und periphere Regionen werden hingegen weiterhin mit Abwanderung konfrontiert sein, was ihre Bevölkerungsdichte reduziert. Somit dürften sich die bestehenden Stadt-Land-Gegensätze zukünftig weiter verschärfen.

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