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Zahlen und FaktenAlterung regional unterschiedlich weit fortgeschritten

Karte zum Anteil der Bevölkerung im Alter von über 65 Jahren in den Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands im Jahr 2015Bild vergrößern

Die Alterung der Bevölkerung ist in Deutschland regional unterschiedlich weit fortgeschritten. Während bundesweit etwa jeder fünfte Einwohner älter als 65 Jahre ist, ist der Anteil in Abwanderungsregionen besonders hoch. Der Grund ist, dass vor allem jüngere Menschen strukturschwache und ländliche Räume verlassen und somit der Anteil der Älteren an den verbleibenden Einwohnern steigt. In Ostdeutschland hat zudem der Geburteneinbruch nach 1989 dazu beigetragen, dass heute in vielen Gebieten die Bevölkerung vergleichsweise alt ist. Den im Vergleich aller deutschen Kreise höchsten Anteil über 65-Jähriger wies 2015 mit 30 Prozent die Stadt Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt auf, gefolgt von der Stadt Suhl in Thüringen mit einem Anteil von 29 Prozent.

In einigen Regionen ist der hohe Seniorenanteil jedoch nicht nur auf den Fortzug junger Menschen, sondern auch auf den Zuzug älterer Menschen zurückzuführen. Dazu zählt zum Beispiel die Stadt Baden-Baden in Baden-Württemberg, die aktiv um ältere, möglichst einkommensstarke Menschen wirbt. Mehr als ein Viertel ihrer Bevölkerung ist älter als 65 Jahre. Auch landschaftlich attraktive Gebiete mit seniorenfreundlichen Angeboten und Infrastruktur wie der norddeutsche Landkreis Ostholstein und der bayerische Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind für Rentner ein attraktiver Wohnstandort.

Einen geringen Anteil älterer Einwohner haben vor allem für jüngere Zuwanderer attraktive Kreise, also viele Großstädte und wirtschaftlich starke Räume. Aber auch eine relativ hohe Geburtenrate, wie sie insbesondere im Nordwesen Deutschlands zu beobachten ist, kann den Seniorenanteil niedrig halten. Die niedrigsten Anteile verzeichneten mit unter 16 Prozent die Landkreise Vechta und Cloppenburg in Niedersachsen, der bayerische Landkreis Freising sowie die hessische Stadt Frankfurt am Main. Weniger als jeder sechste Einwohner ist dort also über 65 Jahre alt.

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