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Zahlen und FaktenFast jeder Vierte hat einen Migrationshintergrund

Im Jahr 2017 lebten rund 19,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Etwa die Hälfte hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Wichtigste Herkunftsländer sind die Türkei, Polen und die Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Kreis- und Balkendiagramm zur Bevölkerung in Deutschland nach Migrationsstatus und Herkunftsland im Jahr 2017Bild vergrößern

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist zwischen 2005 und 2017 von 15,3 auf 19,3 Millionen gewachsen. Fast jeder vierte Einwohner hat heute einen Migrationshintergrund. Dazu zählen die seit 1950 nach Deutschland Zugewanderten und deren Nachkommen sowie die ausländische Bevölkerung. Rund ein Drittel aller Menschen mit Migrationshintergrund ist in Deutschland geboren. Mit 9,8 Millionen Personen hatte eine knappe Mehrheit der Bevölkerung mit Migrationshintergrund einen deutschen Pass, während die restlichen 9,4 Millionen Personen Ausländer waren.

Für die meisten Personen mit Migrationshintergrund lässt sich auf Basis des Mikrozensus das „Herkunftsland“ eindeutig bestimmen. In diesem Kontext bedeutet es entweder das Herkunftsland der Person selbst (erste Generation) oder mindestens eines Elternteils (zweite oder dritte Generation). Nicht möglich ist die eindeutige Bestimmung des Herkunftslandes zum Beispiel für eine in Deutschland geborene Person mit deutscher Staatsangehörigkeit, deren Eltern unterschiedliche Herkunftsländer haben. Werden die Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion (unter anderem Russland, Kasachstan, Ukraine) zusammengefasst, stellen sie mit rund 3,5 Millionen Personen die größte Gruppe innerhalb der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Meist handelt es sich um Aussiedler oder Spätaussiedler und deren Nachkommen. Viele Menschen mit Migrationshintergrund sind zudem ehemalige Gastarbeiter oder stammen von ihnen ab. Unter den einzelnen Herkunftsländern kommt ein türkischer Migrationshintergrund am häufigsten vor, gefolgt von Polen.

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund unterscheidet sich nach sozialstrukturellen Merkmalen deutlich von der ohne Migrationshintergrund. Die Menschen mit einem Migrationshintergrund sind im Durchschnitt 35 Jahre alt, ohne Migrationshintergrund haben sie ein durchschnittliches Alter von 47 Jahren. Sie sind häufiger ledig, leben in größeren Haushalten und haben öfter keinen schulischen oder beruflichen Bildungsabschluss. Menschen mit Migrationshintergrund wohnen vor allem in größeren Städten, während ihr Anteil an der Bevölkerung im ländlichen Raum gering ist.

Migrationshintergrund

Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund zählen nach der Definition im Mikrozensus „alle Ausländer und eingebürgerte ehemalige Ausländer, alle nach 1949 als Deutsche auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderte, sowie alle in Deutschland als Deutsche Geborene mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

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