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Zahlen und FaktenImmer mehr ältere Menschen in Deutschland

Bevölkerungspyramide zur Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland in den Jahren 1950, 2015 und 2060Bild vergrößern

Im Zentrum des demografischen Wandels in Deutschland steht die Alterung der Bevölkerung. Darunter werden folgende Entwicklungen verstanden: Erstens die zunehmende Zahl der Menschen im Rentenalter und zweitens die Anteilsverschiebungen zwischen den Hauptaltersgruppen der Bevölkerung zugunsten der älteren Menschen. Das demografische Altern betrifft auch die Weltbevölkerung, hat aber in Deutschland eine besondere Dynamik erlangt.

Verursacht wird die Alterung der Bevölkerung durch das langfristig niedrige Geburtenniveau und die steigende Lebenserwartung. Zu- und Fortzüge können den Verlauf der Alterung beschleunigen oder abschwächen. Der Alterungsprozess begann in Deutschland, lange Zeit unbemerkt, bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit dem ersten Geburtenrückgang. Diese Phase wird auch als fertilitätsgeleitetes Altern bezeichnet. Seit den 1970er Jahren steigt die Lebenserwartung vor allem in Folge des Rückgangs der Sterblichkeit im höheren Alter und ist der Alterungsprozess sowohl fertilitäts- als auch mortalitätsgeleitet.

Aufgrund des hohen Geburtenniveaus in der Nachkriegszeit erlangt die demografische Alterung in den kommenden Jahrzehnten eine starke Dynamik. Der Alterungsprozess wird vor allem darin sichtbar, wie die insbesondere in den 1960er Jahren geborene Babyboomer-Generation im Altersaufbau immer weiter nach oben rückt und schließlich nach 2030 in das Rentenalter eintritt. Mit dem schrittweisen Absterben dieser Generation wird der Alterungsprozess, selbst bei einer weiter steigenden Lebenserwartung, nach 2050 eine Abschwächung erfahren.

Die eintretenden Verschiebungen zwischen den Anteilen der Hauptaltersgruppen der Bevölkerung sind gravierend. So ist der Anteil der unter 20-Jährigen zwischen 1950 und 2015 von 30 auf 18 Prozent zurückgegangen und wird bis 2060 voraussichtlich auf rund 16 Prozent sinken. Das Altern der Bevölkerung bedeutet auch, dass Hochaltrigkeit zum Massenphänomen wird. 1950 betrug der Anteil der Menschen im Alter von 80 und mehr Jahren 1 Prozent der Bevölkerung. Während heute 6 Prozent hochaltrig sind, werden es 2060 etwa 12 Prozent sein.

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