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Zahlen und FaktenBevölkerungsrückgang bis 2040 in den meisten Bundesländern

Die deutschen Länder unterscheiden sich deutlich bezüglich ihrer Bevölkerungsgröße und -entwicklung.

Balkendiagramm zur Bevölkerungszahl der Bundesländer im Jahr 2015 sowie Tabelle zur prozentualen Entwicklung zwischen 1990 und 2015 beziehungsweise 2015 und 2040Bild vergrößern

Die Bevölkerungszahl der deutschen Bundesländer unterscheidet sich erheblich. Während Bremen im Jahr 2015 rund 671.000 und das Saarland etwa eine Million Einwohner hatten, lebten in Nordrhein-Westfalen 17,9 Millionen Menschen – mehr als in ganz Ostdeutschland. Die ungleiche Fläche der Länder ist dabei naturgemäß ein zentraler Erklärungsfaktor für die Unterschiede in der Bevölkerungsgröße. In Hinblick auf das Verhältnis von Einwohnerzahl und Fläche sind die ostdeutschen Flächenländer am dünnsten besiedelt, allen voran Mecklenburg-Vorpommern mit einer Bevölkerungsdichte von 69 Einwohnern je Quadratkilometer. Demgegenüber weisen die Stadtstaaten die höchste Bevölkerungsdichte auf. Am dichtesten besiedelt ist Berlin mit fast 4000 Einwohnern je Quadratkilometer.

In der Bevölkerungsentwicklung der Länder zeigen sich ebenfalls große Unterschiede. Im Zeitraum von 1990 bis 2015 ist die Bevölkerungszahl in sieben Bundesländern zurückgegangen: in den ostdeutschen Flächenländern, im Saarland und in Bremen. Sachsen-Anhalt hat dabei mehr als jeden fünften Einwohner verloren. Die Bevölkerung in Baden-Württemberg und Bayern ist dagegen jeweils um mehr als ein Zehntel gewachsen. Steigende Bevölkerungszahlen beruhen fast ausschließlich auf Wanderungsgewinnen aus dem In- und Ausland, da außer Baden-Württemberg alle Länder über den gesamten Betrachtungszeitraum hinweg deutlich mehr Sterbefälle als Geburten aufweisen. Die Binnenwanderung innerhalb Deutschlands ist stets ein Nullsummenspiel: Der Wanderungsgewinn eines Bundeslandes ist der Wanderungsverlust eines anderen Landes.

Während die Bevölkerung zwischen 1990 und 2015 bundesweit um 3 Prozent gewachsen ist, könnte sie im Zeitraum von 2015 bis 2040 um durchschnittlich 4 Prozent zurückgehen. Zu diesem Ergebnis kommt die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung unter der Annahme einer relativ starken Zuwanderung. Für vier Bundesländer – Berlin, Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg – wird entgegen dem bundesweiten Trend ein weiteres Bevölkerungswachstum bis 2040 erwartet. Im Kontrast dazu werden die ostdeutschen Flächenländer und das Saarland weiterhin besonders stark schrumpfen. Sie sind deshalb Vorreiter beim Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels in Deutschland.

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