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Zahlen und FaktenFast die Hälfte der ausländischen Studenten kommt nicht aus Europa

Kreis- und Balkendiagramm zum Herkunftsgebiet (Kontinente, Länder) von ausländischen Studenten in Deutschland im Wintersemester 2012/2013Bild vergrößern

Das Studium in Deutschland scheint für junge Ausländer sehr attraktiv zu sein. Die deutschen Hochschulen erreichten im Wintersemester 2012/2013 einen Rekordwert von 282.201 ausländischen Studenten aus 184 Staaten. Deutschland zählt damit zu den beliebtesten Zielen für nicht-englischsprachige Studienaufenthalte weltweit. Jeder neunte der 2,5 Millionen Studenten besitzt nicht die deutsche Staatsbürgerschaft.

Etwas mehr als die Hälfte der ausländischen Studenten kommt traditionell aus Europa. Der Anteil der EU-Ausländer hat sich dabei im Zeitverlauf nur leicht erhöht, obwohl die EU mehrfach erweitert wurde. Darunter stellten 2012/2013 Österreicher und Italiener mit jeweils rund 10.000 Studenten die größten Gruppen. Knapp elf Prozent aller ausländischen Studenten haben die türkische Staatsbürgerschaft (30.645), von denen aber vermutlich ein großer Teil in Deutschland aufgewachsen ist. Weitere bedeutende europäische Herkunftsstaaten sind Russland (14.199) und die Ukraine (9.044). Rückläufig ist die Zahl der polnischen und bulgarischen Studenten, die noch Mitte der 2000er Jahre mit bis zu 15.000 bzw. 13.000 Personen die zweit- und drittgrößte Gruppe an europäischen Studenten waren.

Unter den nichteuropäischen Herkunftsgebieten kommen die meisten Studenten aus Asien. Gegenwärtig beträgt ihr Anteil ungefähr 30 Prozent. Jeder zehnte ausländische Student in Deutschland ist Chinese (27.364). Damit hat sich ihr Anteil gegenüber 2000/2001 etwa verdoppelt. Gründe hierfür könnten – neben der weltweit steigenden Anzahl chinesischer Studenten – ein guter Ruf der deutschen Hochschulen im Ausland sowie die im internationalen Vergleich niedrigen Studienkosten sein.

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