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Zahlen und FaktenJunge Menschen sind besonders mobil

Wanderungen folgen in Deutschland einem altersspezifischen Muster, das wesentlich durch verschiedene Stationen im Lebensverlauf geprägt ist.

Liniendiagramm zu Fortzügen über Gemeindegrenzen je 1.000 Einwohner gleichen Alters und Geschlechts im Jahr 2015Bild vergrößern

Mit 18 bis 20 Jahren steigt die Mobilität von Frauen und Männern sprunghaft an, weil viele das Elternhaus verlassen und für Studium oder Ausbildung in einen anderen Ort umziehen. Wenige Jahre später wechseln sie erneut den Wohnort, meist in Verbindung mit dem Beginn einer Erwerbstätigkeit. Ab dem Alter von etwa Mitte 20 finden die Menschen allmählich ihren Lebensmittelpunkt. Die Wanderungsintensität nimmt deshalb langsam ab. Bei Frauen beginnt die mobile Phase früher im Lebensverlauf als bei Männern, sie beenden diese aber in der Tendenz auch früher.

Eine relativ hohe Wanderungsaktivität zeigt sich darüber hinaus in den ersten Lebensjahren. Diese basiert auf den Wanderungsentscheidungen der Eltern während der Phase der Familienbildung: Ein Umzug ist hier häufig mit dem Wunsch nach größerem Wohnraum beziehungsweise einer familienfreundlichen Umgebung verbunden. Einen weiteren markanten Einschnitt im Altersprofil der Wanderungen gibt es mit 75 und mehr Jahren. Die steigenden Wanderungsraten von älteren Frauen und Männern stehen in Verbindung mit Umzügen in ein Altersheim, in eine Pflegeeinrichtung, in altersgerechte Wohnungen oder auch in die Nähe von Verwandten.

Wanderungen

In der Wanderungsstatistik werden die Zu- und Fortzüge erfasst, die von den kommunalen Meldebehörden an die statistischen Ämter gemeldet werden. Die Statistik bezieht sich auf die Zahl der Wanderungsfälle, das heißt die Zu- oder Fortzüge über die Gemeindegrenzen, und nicht auf die wandernden Personen. Zieht eine Person mehrmals im Jahr um, ist sie auch mehrfach als Wanderungsfall registriert. Statistisch nicht erfasst werden Umzüge innerhalb einer Gemeinde.

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