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Berichte und KonzepteFörderrichtlinie Demografie von Sachsen

Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungen in den verschiedenen Regionen Sachsens können Antworten nur vor Ort gefunden werden. Mit dem Förderprogramm Demografie soll eine positive öffentliche Auseinandersetzung in den Regionen angeregt werden.

Weil verschiedene Wirkungen des demografischen Wandels komplex ineinander greifen, erfordern die Lösungen ein fachübergreifendes und vernetztes Denken und Handeln. Daher stehen insbesondere konzeptionelle oder kommunikative Prozesse im Mittelpunkt der Förderung.

Der Freistaat Sachsen gewährt nach Maßgabe der Förderrichtlinie Demografie Zuwendungen für Projekte und Maßnahmen in Gebieten mit Bevölkerungskontraktion (hohe Schrumpfungsrate und Überalterung der Bevölkerung), die dazu beitragen, die Anpassung einer Region an den demografischen Wandel positiv zu bewältigen.

Art, Umfang und Höhe der Zuwendung:

  • Projektförderung (Anteilsfinanzierung); Auszahlung eines zweckgebundenen, nicht rückzahlbaren Zuschusses
  • Fördersatz grundsätzlich 70 %, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 90 %

Zuwendungsempfänger:

  • kommunale Gebietskörperschaften
  • kommunale und regionale Zweck- und Verwaltungsverbände
  • Körperschaften öffentlichen Rechts
  • staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften
  • gemeinnützige Vereine und Verbände
  • gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung

Zuwendungsgebiet:

Gebiet des Freistaates Sachsen mit Ausnahme der Kreisfreien Städte Leipzig und Dresden mit ihrem jeweiligen Verdichtungsraum nach dem Landesentwicklungsplan Sachsen (LEP 2003)

Gefördert werden folgende Projekte und Maßnahmen:

  • Erarbeitung, Vertiefung und Anpassung von regionalen oder lokalen konzeptionellen Strategien und Szenarien,
  • Durchführung von regionalen Innovationswettbewerben zur Neuorganisation der Daseinsvorsorge,
  • Projekte des bürgerschaftlichen Engagements, der Netzwerkarbeit und des Informationsaustausches regionaler Akteure,
  • Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen und Projekte, die dem Aufbau mobiler Grundversorgung oder die dem Aufbau und der Einführung von „rollenden“ Verwaltungsdienstleistungen in dünn besiedelten Räumen (unter 100 EW/qkm in den Gemeinden) dienen,
  • Forschungs-, Moderations- und Coachingmaßnahmen im Rahmen innovativer Fachkonzepte für die regionale Anpassung,
  • lokale Pilotprojekte zur arbeitsteiligen Wahrnehmung öffentlicher Dienstleistungen von Gemeinden,
  • Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen zur Optimierung von Infrastrukturnetzen und der Siedlungsstruktur in Folge des Rückzugs privater oder öffentlicher Infrastrukturanbieter,
  • Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen für den Aufbau generationsübergreifender oder multifunktionaler Nutzungs- und Organisationsformen im öffentlichen Bereich.

Bis zum 30.09. eines Jahres müssen die Anträge für das Folgejahr bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden. Bisher wurden über 100 lokale oder regionale Projekte unterstützt.

Zusatzinformationen

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