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HandlungshilfenWegweiser zur Gründung und Gestaltung von Seniorengenossenschaften

Seniorengenossenschaften bieten einen Rahmen zur Etablierung eines solidarischen Unterstützungsnetzwerks, in dem sich ältere Bürgerinnen und Bürger frei nach ihren Fähigkeiten einbringen, aber auch Hilfe empfangen können.

Titelbild „Wegweiser zur Gründung und Gestaltung von Seniorengenossenschaften“

Typ
Leitfaden
Herausgeber
Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Erschienen
2013

Beschreibung

Im Zuge des demografischen Wandels leben immer mehr Menschen ein längeres Leben in guter Gesundheit. Dies bietet ihnen die Möglichkeit, bis ins hohe Alter aktiv zu sein. Zugleich weisen statistische Vorausberechnungen auf einen zukünftigen Anstieg der Zahl pflegebedürftiger Personen hin. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung gilt es, die Potenziale, Entwicklungsmöglichkeiten und Leistungen, die auch im hohen Alter noch möglich sind, stärker als bisher den Blick zu nehmen. Gleichzeitig gilt es, die Selbstbestimmung und Teilhabe bis ins hohe Alter zu fördern. So beschreibt die Arbeitsgruppe „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ der Demografiestrategie der Bundesregierung mit ihrem Leitbild einer „Sorgenden Gemeinschaft“ ein auf kommunaler Ebene organisiertes Unterstützungsnetzwerk, in welchem die Beteiligten sowohl Hilfestellungen geben als auch empfangen. Seniorengenossenschaften bieten eine Möglichkeit, ein Unterstützungsnetzwerk im Sinne einer sorgenden Gemeinschaft zu organisieren.

Mit in Krafttretung der Novellierung des Genossenschaftsgesetzes am 18. August 2006 ist die Bildung von Genossenschaften zur Förderung sozialer oder kultureller Belange möglich geworden. Diese Gesetzesnovelle ebnete den Weg für Zusammenschlüsse von Seniorinnen und Senioren zu Genossenschaften mit dem Zweck der gegenseitigen Unterstützung in Fragen der alltäglichen Lebensführung.

Seniorengenossenschaften beruhen auf dem Konzept des solidarischen bürgerschaftlichen Engagements. Nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit engagieren sich Mitglieder im Unterstützungsnetzwerk und können für ihren Einsatz ein entsprechendes Entgelt ausgezahlt bekommen oder sich die Zeit gutschreiben lassen. Diese können sie zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie selbst einmal Hilfe benötigen, in Form von Diensten in Anspruch nehmen. Dem Prinzip der Selbsthilfe entsprechend werden Seniorengenossenschaften autonom verwaltet und finanziert.

Der „Wegweiser zur Gründung und Gestaltung von Seniorengenossenschaften“ informiert umfassend über das Konzept der Seniorengenossenschaften. Er beschreibt die typischen Leistungen eines solchen Hilfsnetzwerks, informiert über die Rechtsform der Genossenschaft, sowie über andere in Frage kommenden Rechtsformen und erläutert umfassend sämtliche Belange, die für Neugründer von Interesse sind. Abgerundet wird das Informationsangebot durch die Darstellung gelungener Beispiele aus der Praxis.

Weitere Informationen zu Seniorengenossenschaften finden Sie auf der Webseite des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familien und Frauen.

Zusatzinformationen

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