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Gute Praxis in DeutschlandSozialraumorientierte Netzwerke in der Altenhilfe (SoNAh)

7 Projektstandorte in Hessen (Gießen, Friedberg, Offenbach, Rödermark, Bensheim, Bürstadt und Gemeinde Einhausen) und 6 Projektstandorte in Rheinland-Pfalz (Bingen und Gau-Algesheim, Mainzer Stadtteile Mainz-Drais, Mainz Lerchenberg und Mainz-Mombach, Stadtteil Worms-Abenheim von Worms und Ortsgemeinde Bodenheim)

Logo von „SoNAh Sozialraumorientierte Netzwerke in der Altenhilfe“ Quelle: Caritasverband für die Diözese Mainz

Ausgangslage

Die wachsende Zahl älterer Menschen und der Rückgang von Jüngeren haben Konsequenzen für die Lebensbedingungen und die Infrastruktur von sozialen Unterstützungssystemen in den Wohnquartieren in Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Nachfrage nach neuen Wohn- und Versorgungsformen wird mit der demografischen Entwicklung ansteigen. Deshalb braucht es neben den traditionellen Angeboten der Altenhilfe auch die Mithilfe aller Bürger und ein gut vernetztes Miteinander der Menschen im direkten Lebensumfeld. Dafür müssen sich professionelle Dienstleister im Bereich der Altenpflege verändern, indem sie sich engagierten Bürgern gegenüber stärker öffnen und ihnen Beteiligung ermöglichen.

Ziele
  • gemeinsam mit jungen und älteren Menschen vor Ort Versorgungslücken identifizieren, soziale Infrastruktur verbessern sowie Unterstützungsleistungen zur Verbesserung ihrer Lebensqualität entwickeln und vernetzen
  • bedarfsgerechte Wohnangebote initiieren und das Leben und Wohnen in der eigenen Häuslichkeit möglichst lange erhalten
  • die Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliche Beteiligung unterschiedlicher Altersgruppen im Wohnviertel fördern
  • gemeinsame Aktivitäten von Kirche (Pastoral und Caritas) stärken und Ressourcen nutzbar machen
Konzept

Im Rahmen des Projektes SoNAh suchen Mitarbeiter des katholischen Wohlfahrtsverbandes Caritas gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern, engagierten Bürgern und anderen Kooperationspartnern (beispielsweise Kommunen, Kirchengemeinden, Sozialverbänden, Vereinen) nach Projektideen, wie neue Angebote entwickelt und bestehende Unterstützungsangebote zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in der Diözese Mainz vernetzt werden können. Die Projektideen müssen sich generell an den Schwerpunkten des neuen in der Altenhilfe entwickelten Projektkonzeptes ausrichten. Die Schwerpunkte des Konzepts sind Sozialraumorientierung (zielgruppenübergreifend und vernetzt), Teilhabe aller relevanten Gruppen und Personen und Kooperation mit der Seelsorge im Quartier, bürgerschaftliches Engagement/Nachbarschaftshilfe, Wohnformen/barrierefreies Wohnen, Entwicklung von Serviceleistungen sowie Pflegeangebote und Ausbau professioneller Dienstleistungen.

Aktivitäten und Ergebnisse
  • 2011: konzeptionelle Planung und Ausschreibung des Projektes an die Träger der Altenhilfeeinrichtungen in der Diözese Mainz
  • Herbst 2012: Start des Projektes an 13 Standorten der Caritas-Altenhilfe (sechs in Rheinland-Pfalz und sieben in Hessen) innerhalb der Diözese Mainz
  • Entwicklung einer Fortbildungsreihe „Sozialraumorientierung in der Altenhilfe“ in Zusammenarbeit mit der Fortbildungsakademie des Deutschen Caritasverbandes
  • seit dem Start von SoNAh wurden bestehende Angebote bekannter gemacht (beispielweise Gesundheitskurse und Gesprächskreise), andere wiederum besser miteinander vernetzt und ergänzt (wie Besuchsdienste für Senioren)
  • Entstehung von mehr als 100 Projekten an den 13 Standorten (wie beispielsweise Seniorenlotsen oder das Bürgercafé „Malete“)

Ergebnisse des Zwischenberichts 2012-2015:

  • Wahrnehmung, Akzeptanz und Effektivität von SoNAh ist von örtlicher Darstellung des Projektes abhängig.
  • Zukunftsfähige sorgende Gemeinschaften können nur dann entstehen, wenn dafür geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden.
  • Die Verbesserung der Versorgungsstruktur im Wohnumfeld der Menschen ist nur dann möglich, wenn die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Partner vor Ort gelingt.
  • Die Interaktions- und Verhaltensmuster der älteren Menschen im Quartier (aktiv, einsam und zurückgezogen) sind sehr verschieden und benötigen von daher unterschiedliche Anknüpfungspunkte beim Beziehungs- und Projektaufbau.
Finanzierung

Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung (Förderung im Zeitraum von 2012 bis 2014). Die Projektfinanzierung erfolgt für die gesamte Projektdauer (2012–2018) über Kirchensteuermittel der Diözese Mainz und der Projektträger vor Ort.

Beteiligte

Caritasverband für die Diözese Mainz, Träger der Altenhilfe, Kommunen, Kirchengemeinden, Sozialverbände, Vereine, ehrenamtliche Helfer

Website
Ansprechpartner
Christoph Schäfer
Caritasverband für die Diözese Mainz e. V.
Bahnstraße 32
55128 Mainz
Telefon: 06131 2826244
E-Mail: christoph.schaefer@caritas-bistum-mainz.de

Susanne Kraft
Caritasverband für die Diözese Mainz e. V.
Bahnstraße 32
55128 Mainz
Telefon: 06131 2826260
E-Mail: susanne.kraft@caritas-bistum-mainz.de

Zusatzinformationen

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