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Gute Praxis in DeutschlandLebensPhasenHaus

Tübingen in Baden-Württemberg

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Ausgangslage

Unabhängig vom Wohnort stellt die älterwerdende Gesellschaft und der Wunsch nach eigenständigem Wohnen im Alter die Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vor die Herausforderung, den älteren und oft pflegebedürftigen Menschen das Leben zu Hause möglichst lange zu ermöglichen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie man Familien und Alleinlebende durch moderne Technologien und neue soziale Praktiken darin unterstützen kann, damit sie in allen Lebensphasen komfortabel, sicher und mit hoher Lebensqualität wohnen können.

Ziele
  • selbstbestimmtes Altern im gewohnten Umfeld mit Hilfe von technischen und sozialen Innovationen ermöglichen und zukunftsorientierter gestalten
  • verschiedene Akteure aus der Öffentlichkeit, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, beispielsweise Anwender, Angehörige, Sozial- und Gesundheitsdienste, Medizintechniker, Bauträger, Versicherungen oder Gemeinden so früh wie möglich in die Lösungsentwicklung einbeziehen
  • das Zusammenwirken, die Vernetzung und den Dialog der Akteure in der praktischen Anwendung testen und Schnittstellen-Probleme realitätsnah angehen
Konzept

Das LebensPhasenHaus ist sowohl Forschungs- als auch Demonstrationsobjekt, in dem Wissenschaft und Unternehmen gemeinsam technische Assistenzsysteme und entsprechende Dienstleistungen für selbstbestimmtes Wohnen im Alter entwickeln und deren Einsatz von Akteuren unterschiedlicher Branchen modellhaft getestet, demonstriert und erfahrbar gemacht werden kann. Das LebensPhasenHaus dient als Begegnungsstätte für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen entlang sämtlicher Lebensphasen – von der Kinderbetreuung bis zur Pflege Hochaltriger. Zudem können sich auch Interessierte vor Ort über den Einsatz altersgerechter Assistenzsysteme informieren. Darüber hinaus bietet das Gebäude Raum für Schulungen, zum Beispiel für und durch Pflegekräfte und Ärzte, aber auch Unternehmen, Handwerker und andere praxisnahe Akteure.

Aktivitäten und Ergebnisse
  • Projektstart: November 2013
  • Mai 2015: offizielle Eröffnung des LebensPhasenHauses durch die baden-württembergische Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, Katrin Altpeter
  • seit November 2015: Öffnung für die Öffentlichkeit und Führungen durch vom Kreisseniorenrat organisierte Senioren-Technik-Begleiter, die Vorbehalte gegenüber der Nutzung von technischen Geräten abbauen sollen, welche eine selbstständige Lebensführung in der eigenen Wohnung unterstützen
  • Mai 2016: Besuch einer Delegation aus der niederländischen Partnerregion Noord-Brabant (S’Hertogenbosch/Eindhoven), um sich mit Akteuren aus Baden-Württemberg auszutauschen und mögliche Kooperationen auszuloten
  • April bis Dezember 2016: öffentliche Veranstaltungsreihe des Netzwerks DEMENZ unter dem Motto „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ in Stadt und Landkreis Tübingen
  • Ende der zuerst geförderten Phase Dezember 2016 bei anvisierter Gesamtlaufzeit bis 2023
Besonderheiten

Das LebensPhasenHaus ist die Basis eines „Living Lab“, in dem relevante Akteure so früh wie möglich in die Lösungsentwicklung einbezogen werden, damit anwenderfreundliche Produkte und Leistungen entwickelt und in einer häuslichen Umgebung im realen Einsatz getestet und validiert werden können.

Finanzierung

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg (Förderung im Rahmen des Impulsprogramms Medizin und Pflege)

Beteiligte

Universität Tübingen, IHK Reutlingen, Ridi Leuchten GmbH, SchwörerHaus KG, Stadtwerke Tübingen GmbH, Universitätsklinikum Tübingen, Somfy GmbH, Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau BW, Wirtschaftsunternehmer der Region, Interessenverbände, Experten aus dem Gesundheits- und Pflegebereich

Website
Ansprechpartner
Prof. Dr. Udo Weimer
Team LebensPhasenHaus der Universität Tübingen
Auf der Morgenstelle 15
72076 Tübingen
Telefon: 07071 29 72058
E-Mail: info@lebensphasenhaus.de

Zusatzinformationen

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