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Gute Praxis in DeutschlandLandesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg

zwölf regionale Kontaktstellen Frau und Beruf in Baden-Württemberg

Logo des Landesprogramms Quelle: www.frauundberuf-bw.de

Ausgangslage

Eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen sind qualifizierte Mitarbeiter. Die demografische Entwicklung erfordert daher immer stärker vorausschauendes Handeln zur nachhaltigen Sicherung des Fachkräfteangebots. In Baden-Württemberg gibt es derzeit bereits einen Fachkräfteengpass in technischen und Pflegeberufen.

Ein wichtiges Ziel im Rahmen der Fachkräftesicherung ist die Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen durch quantitative und qualitative Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und Beschäftigung. Dazu gehört eine qualifikationsgerechte Beschäftigung von Frauen in Fach- und Führungspositionen, die Erhöhung des Arbeitszeitvolumens sowie die Gewinnung von mehr Frauen für die MINT-Berufe.

Die Beschäftigungsquote von Frauen hat sich in den letzten zehn Jahren um 9,4 Prozentpunkte erhöht und lag in Baden-Württemberg im Jahr 2015 bei 54,4 Prozent. Sie liegt aber immer noch knapp zehn Prozentpunkte unter der Beschäftigungsquote von Männern.

Ziele
  • Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen für die Wirtschaft
  • Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit
  • gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben
Konzept

Das vom baden-württembergischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geförderte Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf leistet seit 1994 einen wichtigen Beitrag zur Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen und zur Förderung der Gleichstellung von Frauen im Beruf. Zentrale Aufgabe der Kontaktstellen ist es, die erfolgreiche berufliche Integration und Entwicklung von Frauen durch ein niederschwelliges Beratungsangebot zu unterstützen. Um diese Ziele zu erreichen, beraten die Kontaktstellen Frauen aller Altersgruppen in beruflichen Fragen wie berufliche Orientierung, Wiedereinstieg, Aufstieg, Existenzgründung und Weiterbildung.

Die Kontaktstellen bieten darüber hinaus Veranstaltungen, Seminare, Vernetzungsangebote und Projekte in den genannten Themenfeldern. Dabei arbeiten sie mit Wirtschaftsorganisationen, Weiterbildungsträgern, Arbeitsagenturen und Unternehmen zusammen. Das Landesprogramm unterstützt Unternehmen dabei, sich das Fachkräftepotenzial von Frauen zu erschließen.

Aktivitäten und Ergebnisse
  • 1994: Start des Projekts Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg
  • kostenlose Beratung von jährlich rund 10.000 Frauen und Mädchen zu beruflichen Themen
  • Initiierung von Seminaren, Workshops und Fachtagen durch die Kontaktstellen
  • Einsatz in Gremien für die beruflichen Belange von Frauen
  • Bereitstellung eines Netzwerkes, in dem sich Frauen untereinander austauschen können
  • Möglichkeit für Unternehmen sich bei den Kontaktstellen über gendergerechte und familienbewusste Personalpolitik zu informieren
Besonderheiten

Eine Evaluation durch die Prognos AG 2012 der bei den Kontaktstellen ratsuchenden Frauen hat ergeben, dass diese Gruppe ein hohes Potenzial zur Sicherung des Fachkräftepotenzials für die Wirtschaft aufweist. Zudem bewerten 86,5 Prozent der Kooperationspartner – darunter Unternehmen, Verbände, Netzwerke und die Agentur für Arbeit – das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf als gut oder sehr gut.

Finanzierung

Das Landesprogramm wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg gefördert und von unterschiedlichen Trägerinstitutionen mitfinanziert. Diese sind:

  • BeFF - Berufliche Bildung von Frauen e.V.
  • IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Handwerkskammer Konstanz
  • Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald
  • Industrie- und Handelskammer Ulm
  • Landkreis Heidenheim
  • Ostalbkreis
  • Stadt Freiburg
  • Stadt Mannheim
  • Stadt und Landkreis Ludwigsburg
  • Volkshochschule Reutlingen GmbH
  • Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft Landkreis Ravensburg mbh
  • Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH
  • Wirtschaftsstiftung Südwest
Beteiligte
  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
  • Service- und Koordinierungsstelle Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg
Website
Ansprechpartner
Dr. Kerstin Weißenstein und Claudia Sterthoff
Leiterinnen Service- und Koordinierungsstelle | Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg
Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart
Telefon: 0711 123 3010
E-Mail: kerstin.weissenstein@frauundberuf-bw.de
Internetseite: Regionale Ansprechpartnerinnen für das Landesprogramm Frau & Beruf

Zusatzinformationen

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