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Gute Praxis in DeutschlandMehrgenerationenhaus HELL-GA – Zentrum für Familien und Generationen

Die Stadtteile Garath und Hellerhof im Stadtbezirk 10 in Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen

Bild

Eingang des Mehrgenerationenhauses Hell-Ga. Foto: Hell-Ga e. V. (Mit freundlicher Genehmigung durch Daniela Weinsberg)

Ziele

Nachhaltige und weltanschaulich neutrale offene Stadtteilarbeit für im Bezirk 10.

Projektinhalte

Der südliche Stadtbezirk Garath-Hellerhof hat ca. 25.000 Einwohner und ist im Rahmen der Stadterweiterung in den 1970er Jahren entstanden. Er ist weitgehend durch Großsiedlungsstrukturen dieser Zeit geprägt sowie durch einige wenigen Einfamilienhäuser. Der Stadtteil Garath zeichnet sich durch einen erhöhten Anteil von Bevölkerungsgruppen mit geringem Einkommen, einem unterdurchschnittlichen Ausländeranteil sowie durch einen hohen Anteil älterer Menschen und kinderreicher Familien aus. Im Stadtteil Hellerhof der überwiegend aus Einfamilienhäusern besteht, leben zum größten Teil Familien mit Kindern, die finanziell besser gestellt sind. Die Schließung des Gemeindezentrums der evangelischen Kirche im Jahr 2001 führte zu einer Lücke in der sozialen Infrastruktur.

Eine Fraueninitiative setzte sich zunächst für die Erhaltung und Nutzung des Gebäudes als Mütterzentrum (Kinderbetreuung) ein. Daraus entstand in den Folgejahren ein umfangreicheres Konzept mit vielseitigen sozialen und kulturellen Angeboten für alle Altersgruppen hin zum Mehrgenerationenhaus.

Es wurde in das Modellvorhaben-ExWoST aufgenommen und weitere Räume konnten einer Nutzung zugeführt werden. Dadurch hat das Projekt einen hohen Ausstrahlungseffekt auf seine Umgebung und wird seitdem sehr gut im Stadtteil angenommen.

Aktivitäten und Ergebnisse

Zentrale Projektfortschritte:

  • 2004 Gründung des Mütterzentrum Hell-Ga e. V.
  • 2007 Start als ExWoSt-Modellvorhaben
  • 2009 Übernahme der Nutzung weiterer Räume
  • 2010 Ausbau und Gestaltung der Freiräume

Umgesetzte Aktivitäten und Projekte:

  • Selbstverwaltete Gemeinschaftseinrichtung mit Kinderbetreuung und Senioren- und Seniorinnen-Treff
  • Café (mit offenem Treff und Mittagstisch)
  • Ausbau der lokalen Netzwerke
  • Plattform für bürgerschaftliches Engagement, gemeinsame Feste
  • Internetpräsentation des Quartiers
  • Niederschwelliges Beratungsangebot (Themen: Gesundheit, Recht, Weiterbildung, Alltagshilfen, Familienbildung, Sprachkurse und weitere Stadtteildienstleistungen für alle Altersgruppen)
Besonderheiten

Einen besonderen Aspekt stellt der Entstehungshintergrund und -prozess dar, da es sich bei den Initiatorinnen um einen Verein aus dem Stadtteil handelt. Hinzu kommt die Besonderheit der Umnutzung einer kirchlichen Einrichtung.

Wesentliche Erfolgsfaktoren des Projektes sind:

  • Ein Vorstand, in dem sich berufliche, kommunikative und soziale Kompetenzen vereinen
  • Ein Kern-Projektmanagement aus engagierten Frauen, die sich dem Projekt in Vollzeit widmen
  • Die Ermutigung und Bindung von Ehrenamtlichen durch die Förderung derer Kompetenzen und ein festes System der ideellen und materiellen Anerkennung freiwilliger Arbeit
Finanzierung
  • Anschubförderung (720.000 Euro) aus dem Landesprogramm „Initiative ergreifen“ des Landes NRW
  • Eigenanteil (190.000 Euro) über Spenden, Selbsthilfe und Zuschüsse der Stadt Düsseldorf
  • 2007 Aufnahme in das ExWoSt-Modellvorhaben
Beteiligte
  • Verein Hell-Ga e.V. (Trägerschaft)
  • SOS-Kinderdorf e.V. Düsseldorf
  • Lokale Wohnungsunternehmen (LEG NRW)
  • Lokale Stadtteilvereine
  • Die Stadt Düsseldorf
  • Das Land Nordrhein-Westfalen
Laufzeit

Seit 2004

Ansprechpartner
Stadtteil- und Info-Büro HELL-GA e. V.
Ricarda-Huch-Str. 3a
40595 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 600 73 36
E-Mail: info@hell-ga.de

Zusatzinformationen

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