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Gute Praxis in DeutschlandFlexible Bedienformen im Öffentlichen Personennahverkehr

Metropolregion Hamburg in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg

Logo mit Schriftzug „Werkzeugkasten zur Einführung und Weiterentwicklung von flexiblen Bedienformen und Bürgerbussen in der Metropolregion Hamburg“ Logo des Projektes Flexible Bedienformen der Metropolregion Hamburg, Quelle: Axel Zietz KCW GmbH

Ausgangslage

Die Stadt Hamburg wird weiter von der Zuwanderung aus anderen Regionen profitieren. Bis 2030 wird die Bevölkerung so um 7,5 Prozent wachsen. Anders ist die Situation in den ländlicher geprägten Bereichen der Metropolregion, in der insgesamt rund fünf Millionen Menschen leben. In vielen Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wird in den nächsten Jahren die Bevölkerung zurückgehen.

Hier stellt sich die Frage, wie das ÖPNV-Angebot bei geringer werdenden öffentlichen Finanzierungsmöglichkeiten und vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung erhalten und weiterentwickelt werden kann. Dies ist notwendig, um die Vernetzung von Metropole und Umland sowie die Anbindung an die Grund- und Mittelzentren sowie an Schienenhaltepunkte weiter zu verbessern. Die sinkende Bevölkerungszahl führt zu rückläufigen Beförderungszahlen, insbesondere im Schülerverkehr, der abseits der Hauptrouten das Grundangebot des Buslinienverkehrs bildet.

Ziele
  • eine regionsweite Bestandsanalyse flexibler Bedienformen vornehmen
  • einen Werkzeugkasten mit Empfehlungen zu rechtlichen, organisatorischen und technischen Fragestellungen entwickeln
  • zusätzliche Beratungskapazitäten für die kommunalen Träger des ÖPNV schaffen
Konzept

Das Projekt „Flexible Bedienformen“ analysiert flexible Verkehrskonzepte in der Metropolregion Hamburg. Untersucht wurden unterschiedliche Verkehrskonzepte der Metropolregion. Handlungsempfehlungen wurden für die Themen Genehmigungspraxis, Tarife und Tarifintegration, Fahrgastinformation, Marketing, Haltestellenausstattung und Barrierefreiheit ausgesprochen.

Alle Ergebnisse wurden zentral zusammengefasst und bilden die Grundlage für weitere Analysen und auch für die Erstellung von Übersichtskarten der Verkehrsangebote für Planer, Verwaltung und Kommunalpolitik. Diese Daten sind dynamisch, sodass auch Änderungen bei Systemausprägungen oder aber das Hinzukommen neuer Angebote problemlos in jeweils aktuelle Kartendarstellungen überführt werden können. So bleibt der Stand der Verkehrsangebote immer aktuell.

Aktivitäten und Ergebnisse
  • Das Projekt läuft von Anfang 2015 bis Anfang 2018.
  • Insgesamt werden 57 flexible Angebotsformen analysiert.
  • Standards sowie technische, organisatorische und rechtliche Lösungen werden für die Verbesserung der Anwendung flexibler Angebote entwickelt.
  • Projektbegleitend fanden zwei Fachveranstaltungen im September 2015 in Bad Oldesloe zum Thema „Disposition von Anrufverkehren“ und im November 2015 in Hamburg zum Thema „Fahrgastschnittstellen bei flexiblen Angeboten und Bürgerbussen“ statt.
  • Eine Beraterstelle wird bei der Metropolregion Hamburg geschaffen beziehungsweise mit Fachleuten besetzt, die sich mit lokalen Akteuren in Verbindung setzen und mit Beratungs- und Informationsleistungen bei der Einführung und Weiterentwicklung von flexiblen Angeboten und Bürgerbussen unterstützen.
  • Weitere Beratungen erfolgen durch die Landkreise.
Besonderheiten

Eine besondere Herausforderung für die Evaluierung flexibler Verkehrsstrukturen der Metropolregion Hamburg war die große Heterogenität der Anbieter. Diese weisen sehr unterschiedliche inhaltliche, zeitliche und räumliche Ausgestaltungen auf. Die vorhandenen Angebote sind sehr heterogen: Produktbezeichnungen, Kundenkontakt, Betriebskonzepte, Vorlaufzeiten, Tarife und Angebotsformen unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander. Eine Harmonisierung der flexiblen Strukturen kann Modellcharakter für andere Regionen haben.

Finanzierung

Die Metropolregion Hamburg, die beteiligten Landkreise und der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) finanzieren das Projekt.

Beteiligte

Projektträger ist für die Metropolregion Hamburg der Kreis Ostholstein. Beteiligt sind die Landkreise in der Metropolregion und der HVV sowie die NAH.SH GmbH. Ein Konsortium der KCW GmbH, der Interlink GmbH und Märtens Consult bearbeitet den Auftrag.

Projektpartner waren unterschiedliche öffentliche Institutionen aus der Region.

Website
Ansprechpartner
Horst Weppler
Kreis Ostholstein
Lübecker Straße 41
23701 Eutin
Telefon: 04521 788 380
E-Mail: h.weppler@kreis-oh.de

Zusatzinformationen

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