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  • 03.12.2014 17:00 Uhr
  • Rubrik Aus der Redaktion
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Zusammenfassung des Praxisdialogs „Mobil in ländlichen Räumen“

Im Mittelpunkt des Praxisdialogs „Mobil in ländlichen Räumen“, den das Demografieportal vom 1. Oktober bis 16. November 2014 im Rahmen des Formats „Gute Praxis im Dialog“ durchgeführt hat, stand das Pilotprojekt „NVV-Mobilfalt“ des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV). Die Idee hinter der NVV-Mobilfalt ist, Fahrten des öffentlichem Nahverkehrs und Privatfahrten mit dem PKW in einem innovativen Ansatz miteinander zu verknüpfen. In 35 Beiträgen und Kommentaren wurden Fragen zur NVV-Mobilfalt mit dem verantwortlichen Projektsteuerer Horst Benz diskutiert sowie weitere Projekte, Ideen und Erfahrungen zur Mobilitätssicherung auf dem Land ausgetauscht.

Wie wollen wir in die Zukunft fahren?

In seinem Auftaktbeitrag regte Horst Benz zur Beantwortung folgender Fragen an:

  • Wie muss der öffentliche Personennahverkehr im ländlichen Raum in Zukunft aussehen?
  • Welche Merkmale sollen diesen Verkehr auszeichnen und wie lassen sich diese verwirklichen?

Aus seiner Sicht ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Mobilität auf dem Land, der jedoch mit anderen Angeboten abgestimmt und kombiniert werden muss, um zukunftstauglich zu bleiben. Die Verknüpfung von ÖPNV und Mitnahmeverkehr ist der Kerngedanke der NVV-Mobilfalt.

Bushaltestelle im ländlichen Raum (Foto: NVV-Mobilfalt) Quelle: NVV Mobilfalt

Viele Diskussionsteilnehmer berichteten aus der Praxis ihrer Mobilitätsprojekte. Dazu zählte der Waldbrunn-Express in Baden-Württemberg, das Kalletaler E-Bürgerauto in Nordrhein-Westfalen, das an NVV-Mobilfalt anknüpfende Mobilitätskonzept „Garantiert mobil“ in Hessen, Carsharing-Projekte in Bayern und dem Saarland sowie das Projekt „in-mod“, eine Kombination von ÖPNV und Elektromobilität in Mecklenburg-Vorpommern. Durch die vielfältigen Projekterfahrungen aus unterschiedlichen Bundesländern entstand ein überregionaler Erfahrungsaustausch. Die vorgestellten Projekte zeigen, dass Mobilitätskonzepte wie Carsharing und Mitnahmeangebote auch in kleinen Kommunen ab 500 Einwohnern funktionieren können.

Die diskutierten Modelle verfolgen oft den Ansatz, das bestehende Angebot im ÖPNV sinnvoll zu ergänzen oder die Anbindung daran zu sichern, beispielsweise mit elektromobilen Zubringerlinien, die den „letzten Kilometer“ zwischen Haustür und Haltestelle überwinden helfen.

Nach den Erfahrungen der Diskussionsteilnehmer lassen sich private Mitfahrten oft gut in Mobilitätskonzepte integrieren, wohingegen gewerbliche Fahrten aufgrund rechtlicher Restriktionen für die Mobilität von Privatpersonen nur selten berücksichtigt werden. Zudem wurde angeregt, ländliche Räume und städtische Zentren durch Mitnahmeangebote stärker mobil zu verknüpfen. Als Beispiele wurden etwa Erholungssuchende aus der Stadt oder Handwerksunternehmen genannt, die auf Basis von Nachbarschaftshilfe Menschen für Facharztbesuche in die nächste Kreisstadt mitnehmen könnten.

Die Anpassung der Mobilitätsformen im ländlichen Raum wurde insbesondere im Hinblick auf die Verbesserung der Mobilität Älterer diskutiert. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass die Jüngeren gleichermaßen auf entsprechende flexible Angebote angewiesen sind. Ein weiterer Aspekt der Diskussion waren die positiven Nebeneffekte für die Region, die durch ein verbessertes Mobilitätsangebot entstehen können. Zum Beispiel werden die Erreichbarkeit und damit die Nutzung von lokalen Angeboten der Daseinsvorsorge und Einkaufsmöglichkeiten unterstützt, was zum Erhalt dieser Angebote im ländlichen Raum beitragen kann. Allgemein wird die Sicherstellung der Mobilität auf dem Land auch mit der Steigerung der Attraktivität einer Region, der Nachwuchssicherung von Unternehmen sowie dem Erhalt von Schulen und Vereinen in Verbindung gebracht.

An vielen Stellen im Praxisdialog drehte sich die Diskussion um die notwendigen Voraussetzungen für die Akzeptanz und Etablierung von innovativen Mobilitätskonzepten. Zwei Themenbereiche wurden dabei als besonders relevant für den Erfolg von Modellen wie Mitfahrsystemen und Carsharing erachtet: Erstens die Ausprägung der Kultur des Teilens und zweitens die Anpassung bestehender Rahmenbedingungen zur Verwirklichung solcher Angebote.

Kultur des Teilens: Erfolgsfaktor für innovative Mobilitätskonzepte im ländlichen Raum?

In der Ausprägung der „Kultur des Teilens“, die sich in den Trend und die Debatte „Nutzen statt besitzen“ einordnen lässt, sehen mehrere Diskussionsteilnehmer eine wichtige Bedingung für den Erfolg von „Sharing-Modellen“. Allerdings wird davon ausgegangen, dass ein Bewusstsein für eine „Kultur des Teilens“ auf dem Land kaum vorhanden ist bzw. nicht ausgelebt wird. Aus seiner Projekterfahrung mit NVV-Mobilfalt schildert Horst Benz, dass die „Kultur des Teilens“ von der Existenz und Qualität sozialer Netzwerke der Bewohner abhängt. Da, wo sie funktioniere, laufen Absprachen über informelle Kommunikationsprozesse, die für neue Mobilitätskonzepte oder auch außenstehende Personen schwer zugänglich sind. Für die vermutete „fehlende“ Kultur des Teilens auf dem Land werden verschiedene Gründe angeführt. So sei unter anderem der Leidensdruck bezüglich der Mobilität im ländlichen Raum noch nicht groß genug, um einen Bewusstseinswandel hin zum Teilen von Privatfahrzeugen herbeizuführen. Im Alter kann der Umgang mit dem „Verlieren“ von selbstbestimmten Mobilitätsmöglichkeiten wie dem eigenen Auto eine Rolle spielen. Als persönliche Schwäche gedeutet, sinke möglicherweise die Bereitschaft zum „Mitfahren“.

Für junge Menschen hingegen werden andere Gründe für die schwach ausgeprägte „Kultur des Teilens“ aufgeführt. Ergebnisse der Studie „Junge Deutsche 2015“ zeigen, dass 87 % der 22- bis 25-Jährigen im ländlichen Raum ständig oder oft privat ein Auto nutzen. Fahrgemeinschaften sind bei den Jungen eher die Ausnahme, da ein eigenes Auto Freiheit und Unabhängigkeit verkörpert. Vom Projekt NVV-Mobilfalt wird berichtet, dass Jüngere ihre Fahrten derzeit noch seltener anbieten als Ältere. Obwohl das Angebot von allen Altersgruppen ab 14 Jahren gleichermaßen genutzt wird, handelt es sich bei den Fahrern meist um Personen zwischen 50 und 65 Jahren. Ein Grund für den geringen Anteil an jungen Fahrtanbietern wird in den Arbeitszeiten Jüngerer gesehen, die sich oft nicht mit den Zeiten vereinbaren lassen, in denen Ältere mobil sein möchten. Weiterhin wird auch vermutet, dass Ältere jüngeren Fahrern gegenüber aufgrund der geringeren Fahrerfahrung nicht aufgeschlossen sind.

Schönduwe, Robert, 2014: Übersicht über Flexibilität und (multimodale) Vernetzung alternativer Mobilitätsdienstleistungen im ländlichen Raum  (online abrufbar: http://www.bauhaus-dessau.de/tagung-und-mobilitatslabor-27-und-28-juni-2014.html)Bild vergrößern Übersicht über Flexibilität und Vernetzung alternativer Mobilitätsdienstleistungen im ländlichen Raum, Quelle: Schönduwe, Robert (2014): Digital und regional vernetzt: Mobilität für dünnbesiedelte Regionen, Vortrag auf der Tagung „Aktive Mobilitätskultur jenseits der Metropolen“ am 27. Juni 2014, Dessau

Es wird in der Diskussion aber auch hinterfragt, ob die „Kultur des Teilens“ für den Erfolg von Mitfahrmodellen wirklich entscheidend ist. Einige Diskussionsteilnehmer betonen die Potenziale von digitalen Lösungen für die Förderung von „Mitfahrangeboten“ aufgrund der zunehmenden „Technikvertrautheit“ älterer Generationen. Andere berichten hingegen aus ihren Projekterfahrungen, dass Vertrauen als Schlüssel zu allen Mitfahrmodellen am besten über einen persönlichen Kontakt geschaffen werden solle. Dies könne zum Beispiel über vertrauenswürdige Institutionen wie „Tante-Emma-Läden“ geschehen, die als Mobilitätszentralen dienen könnten. Wichtig sei auch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit durch das Bekanntmachen von guten Beispielen, um Hemmschwellen besonders bei älteren Menschen abzubauen.

Rahmenbedingungen als Hürde für die Umsetzung von innovativen Mobilitätskonzepten?

Ein weiterer Erfolgsfaktor, der von Projektinitiatoren angesprochen wurde, sind die Rahmenbedingungen. Diese werden oft als Hürde empfunden bei der Umsetzung von innovativen Mobilitätskonzepten, die auf Mitnahmefahrten beruhen. Die NVV-Mobilfalt ist aufgrund des rechtlichen Rahmens so konzipiert, dass private Mitfahrten nicht unter das Personenbeförderungsgesetz fallen und somit die normale PKW-Haftpflichtversicherung greift. Das an NVV-Mobilfalt anknüpfende Projekt „Garantiert mobil!“ im hessischen Odenwaldkreis setzt genau hier an: Es untersucht ab Mitte 2015, welcher Organisationsrahmen benötigt wird, damit private und gewerbliche Mitnahmefahrten als Dienstleistungen in den ÖPNV integriert werden können und unter das Personenbeförderungsgesetz fallen. Hintergrund ist, dass private Mitnahmefahrten kein ÖPNV sind und dementsprechend auch nicht in den ÖPNV-Tarif integriert werden können. Im Projekt „ Garantiert mobil!“ sollen daher private Fahrer als Subunternehmer eines Verkehrsunternehmens im Rahmen der gewerblichen Personenbeförderung tätig werden.

Neben den privaten Fahrten werden insbesondere gewerbliche Fahrten als ein großes Potenzial für die Mitnahme von Privatpersonen im ländlichen Raum gesehen. In vielen Projekten konnten gewerbliche Fahrten aufgrund bestehender Regelungen bislang nicht berücksichtigt werden. Innovationen bei relevanten Rahmenbedingungen könnten allerdings helfen, gewerbliche Ressourcen für öffentlich zugängliche Mobilitätsangebote effektiv nutzbar zu machen.

Allgemein wurde in der Diskussion deutlich, dass es eine hohe Unsicherheit gibt in Bezug auf Haftungsfragen und gesetzliche Regelungen. Wie diese Unsicherheiten abgebaut werden könnten, macht Horst Benz in seinem Fazit zum Praxisdialog deutlich. Vor dem Hintergrund, dass gesetzliche, organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen für die Umsetzung von innovativen Mobilitätskonzepten oft hinderlich sind, fordert er ein Bündnis für die Mobilität in ländlichen Regionen. In diesem Zusammenschluss sollten relevante Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft länderübergreifend zusammenarbeiten, „[…] um den Weg für eine zukunftsweisende Mobilität auf dem Land endlich frei zu machen.“

Alle Beiträge und Kommentare können weiterhin nachgelesen werden. Was ist Ihrer Meinung nach wichtig für eine zukunftsweisende Mobilität auf dem Land? Haben Sie Erfahrungen gemacht, die noch nicht im Praxisdialog aufgegriffen wurden? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Yvonne Eich und das Redaktionsteam des Demografieportals

2 Kommentare

  • In kleinen Kommunen am Rande eines Landkreises gibt es oft nur einen ÖPNV, der nur 2-3x am Tag fährt; mit den Elementen des Mikro-ÖPNV (Bürgerauto, Bürgerbus, Bürgertaxi, Mitfahrgelegenheiten über Flinc-App….) kann dieses geringe ÖPNV-Angebot (Linienbus, Anrufsammeltaxi, Rufbus) ergänzt werden Diese Elemente sind schon in vielen kleinen Kommunen in Bayern umgesetzt. Der demografische Wandel und auch die Abwanderung in die Städte führt immer mehr dazu, dass der bestehende ÖPNV immer weniger bezahlbar wird und vielleicht bald ganz abgeschafft werden muss. Manche kleine Kommunen in Randgebieten von Oberzentren werden oft nur dreimal pro Tag von einem ÖPNV-Bus angefahren; ein Linienverkehr am Abend nach 18:00 Uhr ist meist nicht vorhanden. Manche Kleingemeinden sind ganz ohne ÖPNV oder werden nur 1 x pro Tag morgens und mittags mit dem Schulbus angefahren. Damit ist die Bevölkerung auf dem Land auf ein eigenes Auto angewiesen; dies erhöht das Verkehrsaufkommen in den Oberzentren, da die Landbevölkerung mit dem Auto anreisen muß. Hier kann der Mikro-ÖPNV (Bürgerbus, Bürgertaxi, Flinc-Mitfahrmöglichkeit…..) helfen, um auch für diese Kleingemeinden mehrmals täglich ein ÖPNV-Angebot aufzubauen und den Verkehr auf der Straße zu reduzieren. Dazu ist oft auch ehrenamtliches Engagment nötig. Da mir das Wort Mikro-ÖPNV zu verniedlichend ist und ich dieser Mobilität mehr Bedeutung zuspreche, verwende ich auch das Wort Mini-ÖPNV. Mehr Infos dazu: www.carsharing-infos.com
    08.04.2015 13:09 Uhr von Johann Englmüller
  • Aus meiner Sicht zeigt die Zusammenfassung sehr detailliert wesentliche Kriterien für eine erfolgreiche Mobilitätsgestaltung in ländlichen Räumen. Inkrementelle Innovationen mit überschaubarem Risiko stehen dabei im Mittelpunkt. Man sollte aber bereits jetzt in Planungen berücksichtigen, welche Auswirkungen radikale Innovationen für die Mobilität (nicht nur) in ländlichen Räumen haben können, etwa wenn das selbstständig fahrende Auto benutzungsreif ist. Eine Funktion kann der Zubringerdienst sein. Vielleicht aber auch die komplette Übernahme des ÖPNV? Bei derartigen Ideen sollte man sich verdeutlichen, dass die breite Wahrnehmung und Nutzung des Internets gerade einmal 15 Jahre beträgt.
    29.01.2015 20:21 Uhr von Nikolaus Teves
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