Navigation und Service

Aktuelle MeldungenGutes Leben im Alter – Pflegedialog im Landkreis Görlitz

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch nahm am Pflegedialog in Herrnhut teil. Wie geht gute Pflege im Landkreis Görlitz? Was brauchen wir, damit die Pflege in dieser Region zukunftsfähig ist und was können wir dafür tun? Insbesondere um diese Fragen drehte sich die Diskussion in Herrnhut, beim sechsten von insgesamt 13 Pflegedialogen.

Logo der Pflegedialoge Sachsen

Die Pflegedialoge sind eine Veranstaltungs­reihe, bei der Gesundheits­ministerin Barbara Klepsch und Staatssekretärin Regina Kraushaar landesweit mit Pflegefachkräften, Trägerorganisationen, Krankenkassen und anderen Expertinnen und Experten über die Pflege in Sachsen diskutieren. „Wir kommen ganz bewusst in die Region, zu den vielen engagierten Akteuren der Pflege vor Ort. Wir wollen zuhören, mit den Menschen diskutieren, Raum für Gespräch geben – denn wir wollen wissen, wen und was es vor Ort konkret braucht, damit wir in Sachsen für alle Menschen ein gutes Leben im Alter, bei Hilfebedürftigkeit und Pflege ermöglichen können“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Sachsen ist das Bundesland mit dem dritthöchsten Altersdurchschnitt. Laut Prognose erhöht sich das Durchschnittsalter um etwa ein Jahr von derzeit 46,7 Jahre auf 47,6 Jahre im Jahr 2030.

Das Durchschnittsalter im Landkreis Görlitz beträgt schon jetzt 49,2 Jahre. Der Landkreis Görlitz ist damit der zweitälteste Landkreis Sachsens. Die Prognose für 2030 liegt hier bei 50,9 Jahren. Mit 14.552 Pflege­bedürftigen im Jahr 2015 stellte die Gruppe 5,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das waren 1,5 Prozent mehr als im sachsenweiten Vergleich - Tendenz steigend. Für Sachsen und im Speziellen für den Landkreis Görlitz ergeben sich somit neue Anforderungen an die Pflege sowie ein erheblicher Bedarf an Pflegepersonal.

„Wir müssen bereits heute gemeinsam gute Ansätze diskutieren und regionale Lösungen finden, damit die Unterstützung und Pflege für die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft in hoher Qualität geleistet werden kann. In den Dialogen werden wir erste gute Ansätze diskutieren und neue Handlungsspielräume ausloten – immer gemeinsam mit der Region. Denn hier weiß man um die Herausforderungen und hier gibt es bereits viele gute Maßnahmen. Ich bin den Akteuren vor Ort, aber auch den Angehörigen von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen dankbar für ihren Einsatz am Nächsten“, so Klepsch weiter.

Die Ministerin lobte die bereits existierenden Pflege-Strukturen in Sachsen. Der Weg der „vernetzten Pflegeberatung“, den der Freistaat seit der Verabschiedung des Pflege- Weiterentwicklungsgesetzes von 2008 geht, hat bereits einen großen Schritt in eine zukunftsfähige Pflege geschafft. So werden beispiels­weise vom Freistaat Pflegekoordinatorinnen und Pflegekoordinatoren in den Landkreisen gefördert, die bereits alle relevanten Akteure in der Pflege zusammenbringen. „An diese guten Netzwerke wollen wir mit den Dialogen anknüpfen und genau schauen, wo wir von Beispielen aus der Praxis lernen können und wo neue Kooperationen sinnvoll sind“, so die Ministerin.

Auf den Pflegedialogen werden Staatsministerin Klepsch und Staatssekretärin Kraushaar in den kommenden Monaten in allen 13 Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsens mit Betroffenen und lokalen Experten ins Gespräch kommen und Ideen für die Zukunft der Pflege entwickeln. Der nächste Pflegedialog findet am 17. Januar im Landkreis Mittelsachsen im Bürgerhaus Rochlitz statt.

Über die Pflegedialoge Sachsen

Gutes Leben im Alter – das bedeutet für viele Menschen auch gute Pflege und Unterstützungsmöglich­keiten bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. In Sachsen werden in Zukunft immer mehr Menschen Pflege­dienstleistungen in Anspruch nehmen. Das hat zum Beispiel mit dem demografischen Wandel zu tun.

Welche Herausforderungen zeigen sich in der Pflege in Sachsen heute und morgen? Welche Chancen bieten mehr Vernetzung und Austausch? Welche gesundheitliche Infrastruktur und welche Angebote benötigen wir? Welche Technologien können pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? Und wo helfen nur professionelles Personal und die Zuwendung durch einen Menschen? Auf den Pflegedialogen ist Raum für Fragen wie diese.

Mit den Pflegedialogen Sachsen sucht das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucher­schutz das Gespräch mit den Menschen vor Ort und möchte herausfinden: was macht heute schon gute Pflege im Freistaat aus – und wie lässt sie sich weiter verbessern?

(Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz vom 9. Januar 2019)

Weitere Informationen

Zusatzinformationen

Das könnte Sie auch interessieren

Sachsen auf dem Demografieportal

Informationen zum demografischen Wandel, zur Demografiepolitik des Landes sowie zu guten Praxisbeispielen und Demografiebeauftragten.mehr: Sachsen auf dem Demografieportal …

Das könnte Sie auch interessieren

Berichte und Konzepte Gutes Leben im Alter

Titelblatt „Gutes Leben im Alter“

Die Broschüre informiert über Wünsche und Vorstellungen älterer Menschen aus Sachsen zum Leben in ländlichen Regionen.mehr: Gutes Leben im Alter …

Gute Praxis in Deutschland Telematikunterstützung für die Impulsregion Vogtland 2020

Telematikunterstützung für die Impulsregion Vogtland 2020

Medizinische Fachangestellte sollen Patienten in ambulanten Servicezentren ortsnah versorgen und dabei unter Nutzung von Datenübermittlung und Videosprechstunden mit Hausärzten vernetzt sein.mehr: Telematikunterstützung für die Impulsregion Vogtland 2020 …

Zahlen und Fakten Pflegebedarf vor allem bei hochaltrigen Frauen

Säulendiagramm zum Anteil pflegebedürftiger Personen an der Bevölkerung in Deutschland nach Alter und Geschlecht im Jahr 2015

Der Anteil pflegebedürftiger Menschen steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Ab dem 75. Lebensjahr ist die Pflegequote der Frauen höher als jene der Männer.mehr: Pflegebedarf vor allem bei hochaltrigen Frauen …

Logo des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung




Als registrierter Nutzer anmelden

Schließen