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Aktuelle MeldungenHessens Ministerpräsident übergibt ersten Förderbescheid des Programms „Starkes Dorf – Wir machen mit“

Die Landesregierung hat Ende Februar ihr Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ gestartet, das Teil der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ ist. Ministerpräsident Volker Bouffier hat jetzt den ersten Förderbescheid über 5.000 Euro an das Projekt „Grünere Begegnungsstätte für Jung und Alt in der Ortsmitte“ in Rimbach übergeben.

Ministerpräsident Bouffier übergibt ersten Förderbescheid des Programms „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ an Projekt in Rimbach Ministerpräsident Bouffier übergibt ersten Förderbescheid des Programms „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ an Projekt in Rimbach , Quelle: © Pressestelle Staatskanzlei Hessen

Ziel des Projekts des „Demografierats Rimbach“ ist es, den Marktplatz mit Spielgeräten für Kinder, Bänken und einer neuen Bepflanzung zu einem Ort der Begegnung für alle Generationen zu machen. „Ländliche Regionen leben vom Miteinander der Dorfgemeinschaft. Wo Zusammenhalt sichtbar und erlebbar ist, können Orte die Abwanderung stoppen und Neubürger anziehen oder Rückkehrer gewinnen. Die Gemeinde Rimbach geht die Herausforderungen des demografischen Wandels mit ihrem 2014 gegründeten Demografierat aktiv an. Das von ihm angestoßene Projekt, den Ortskern zu einem Treffpunkt für Groß und Klein umzugestalten, ist ein wichtiger Impuls für die Attraktivität der Gemeinde. Wir unterstützen es sehr gerne. Ich lade alle unsere starken Dörfer ein: Machen Sie mit! Beteiligen Sie sich an unserem Programm“, sagte Ministerpräsident Bouffier.
Förderung der ländlichen Regionen

Die Landesregierung hat die Förderung der ländlichen Regionen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht und investiert dafür in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt rund 1,8 Milliarden Landesmittel. Ein Baustein dieser Unterstützung ist das Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“. Insgesamt 300.000 Euro stehen bereit, damit Vereine, Verbände und Freiwilligenagenturen, aber auch gemeinnützige Organisationen und private Initiativen ihre Ortskerne aktivieren und verschönern können. Gefördert werden Projekte von 1.000 bis zu 5.000 Euro, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes oder Ortsteils stärken, das Miteinander der Generationen fördern und die Lebensqualität dörflicher Zentren verbessern. Das kann zum Beispiel die Gestaltung eines Platzes sein, aber auch das gemeinsame Errichten eines Spiel- oder eines Grillplatzes. Die Resonanz ist bisher sehr gut. Seit dem Start des Programms sind bereits rund 140 Anträge eingegangen.

„Die Dorfgemeinschaft lebt von gemeinsamen Aktivitäten der jungen und älteren Generation sowie vom ehrenamtlichen Engagement. Dörfer mit einer aktiven Bürgerschaft packen Probleme selbst an und können ihre Zukunft selbst gestalten. Damit das Dorfleben aktiv bleibt, sind Ideen und Ausdauer gefragt – nicht selten ist aber auch ein finanzieller Anschub erforderlich. Dafür sorgen wir jetzt“, sagte Ministerpräsident Bouffier und erklärte weiter: „Wir setzen uns ein für die ländlichen Regionen, die immerhin 85 Prozent unserer Landesfläche ausmachen. Jeder zweite Hesse ist auf dem Land zu Hause. Und die Menschen leben gerne dort. Wir sorgen dafür, dass die Hessinnen und Hessen überall gut leben können, egal ob in Frankfurt oder im Kaufunger Wald.“ Mehr als zwei Drittel der Menschen ziehen das Leben auf dem Land der Großstadt vor. Das hat die repräsentative Befragung „Zukunftsmonitor 2017“ des dimap-Instituts ergeben. 93 Prozent der Befragten halten es für wichtig, dass sich die Landesregierung verstärkt für den ländlichen Raum einsetzt.

Hintergrund

Mit der Offensive „Land hat Zukunft“ intensiviert die Landesregierung ihre Anstrengungen, um die ländlichen Regionen für die Zukunft zu stärken. Sie setzt hierfür 2018 und 2019 rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel ein. Gefördert werden beispielsweise Bürgerbusse zur Sicherung der Mobilität mit je 1,25 Millionen Euro pro Jahr oder Pilotprojekte zur Aktivierung von Flächen in Innenlagen, um aufgegebene Gebäude und Leerstände zu vermeiden. Auch der Ausbau freier WLAN-Hotspots in ländlichen Kommunen mit einer Summe von jährlich einer Million Euro wird unterstützt, genauso wie die medizinische Versorgung. Für das Modell „Gemeindeschwester 2.0“ stehen 3,7 Millionen Euro bereit. Die Neubesetzung von Landarztstellen fördert die Landesregierung mit einer Million Euro. Hinzu kommt eine Ergänzung der medizinischen Versorgung durch Telemedizin-Projekte.

(Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei vom 18. April 2018)

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