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Aktuelle MeldungenHessen: Kabinettsausschuss „Demografie und ländlicher Raum“ benennt Regionalbeauftragte

Die Landesregierung setzt für die Förderung der ländlichen Regionen in Hessen drei Regionalbeauftragte ein. Dies hat am Montag der Kabinettsausschuss „Demografie und ländlicher Raum“ bei einer Tagung in Lahntal im Landkreis Marburg-Biedenkopf bekanntgegeben.

Kabinettsausschuss „Demografie und ländlicher Raum“ benennt Regionalbeauftragte Die Regionalbeauftragten Tobias Scherf (links) und Heiko Merz (rechts) mit Ministerpräsident Volker Bouffier. , Quelle: © Staatskanzlei

Der Ausschuss unter der Leitung des Chefs der Staatskanzlei und Demografie-Beauftragten der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, bündelt die Kompetenzen aller Ministerien bei der Umsetzung der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“. Mit der Offensive stellt die Landesregierung 2018 und 2019 insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel bereit, um die ländlichen Regionen für die Zukunft zu stärken. Die Regionalbeauftragten werden Ansprechpartner vor Ort sein und über die Maßnahmen sowie Förderungen informieren und Anregungen aufnehmen. Diese Aufgabe übernehmen Tobias Scherf aus Volkmarsen für die Region Nordhessen und Heiko Merz aus Gründau für Ost- und Südhessen. Ein weiterer Beauftragter für die Region Mittel- und Westhessen wird noch benannt.

Jeder zweite Hesse ist auf dem Land zu Hause

Rund 85 Prozent der Fläche Hessens ist ländlich geprägt, jeder zweite Hesse ist auf dem Land zu Hause. „In der repräsentativen Umfrage Zukunftsmonitor wünschten sich 93 Prozent der Befragten, dass sich die Landesregierung für diese Regionen einsetzt. Damit die Regionen stark und attraktiv bleiben, hat das Land Hessen die Offensive ‚Land hat Zukunft – Heimat Hessen‘ gestartet und einen Kabinettsausschuss eingesetzt“, erklärte der Ministerpräsident. In dem großen Maßnahmenpaket der Landesregierung zur Stärkung des ländlichen Raums sind eine Vielzahl von einzelnen Projekten, Ideen und Förderungen enthalten. Staatsminister Wintermeyer erklärte: „Damit die Regionen die bestmögliche Unterstützung erhalten, sind die Regionalbeauftragten erste Ansprechpartner und als ausgewiesene Kenner mit der jeweiligen Situation vor Ort entsprechend gut vertraut. Die Regionalbeauftragten helfen mit der Umsetzung der Landesoffensive ganz konkret den Menschen vor Ort, damit das Land auch weiterhin attraktiv und lebenswert bleibt.“

Der Beauftragte für Ost- und Südhessen, Heiko Merz, war jahrzehntelang als Polizist und später auch als hauptamtlicher Bürgermeister in Gründau tätig. Zuletzt arbeitete der 55-Jährige als Verwaltungsangestellter in der Flüchtlingsarbeit im Regierungspräsidium Gießen. Der 49-jährige Tobias Scherf ist als Regionalbeauftragter für Nordhessen zuständig. Der studierte Diplom-Ökonom hat jahrelang unter anderem im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gearbeitet und war bis zuletzt im Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) in Kassel tätig. Damit die Beauftragten gut und schnell erreichbar sind, werden derzeit Standorte für die Regionalbüros in Nordhessen, Ost- und Südhessen sowie Mittel- und Osthessen gesucht.

Der Krafts-Hof - ein Generationentreffpunkt mit Pflegeeinrichtung

Wie man dem Demografischen Wandel begegnet und das Leben auf dem Land attraktiv hält, erlebte der Kabinettsausschuss bei der Tagung auf dem Krafts-Hof. Seit dem Jahr 2006 haben die Gemeinde Lahntal, der St. Elisabeth-Verein und viele ehrenamtliche Helfer mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen die Dorfentwicklung vorangetrieben und einen Generationentreffpunkt mit Pflegeeinrichtung geschaffen, der über eine Backstube und ein Blockheizkraftwerk verfügt. „Der Krafts-Hof ist das Herz von Sterzhausen, das dank der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für alle schlägt: für Groß und Klein, für Alteingesessene und neu Zugezogene. Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man mit einer guten Idee, mit Tatkraft und Engagement ein ganzes Dorf einen und begeistern kann“, sagte Staatsminister Wintermeyer.

(Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei vom 16. April 2018)

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