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Aktuelle MeldungenBaden-Württemberg fördert digitale Projekte in Gesundheit und Pflege

Das Land stellt im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie rund vier Millionen Euro für 14 digitale Projekte im Gesundheits- und Pflegebereich zur Verfügung. Die Digitalisierung kann dabei helfen, eine hochwertige, flächendeckende und effiziente gesundheitliche Versorgung auch zukünftig sicherzustellen.

Ärzte besprechen digitale Röntgenaufnahme Quelle: © Syda Productions / Fotolia.com

Das Ministerium für Soziales und Integration stellt im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes „digital@bw“ rund vier Millionen Euro für 14 digitale Projekte im Gesundheits- und Pflegebereich zur Verfügung. Das gab Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha bei der Landesgesundheitskonferenz in Stuttgart bekannt.

„Die Digitalisierung hat in viele unserer Lebensbereiche Einzug gehalten. Wir kommunizieren auf neuen Kommunikationswegen und auf völlig neue Art und Weise, wir vernetzen uns privat und beruflich wie nie zuvor, wir verbessern Arbeitsabläufe und Prozesse. Speziell für die Bereiche Gesundheit und Pflege steckt in der Digitalisierung ein enormes Potential, das wir heben wollen“, so Minister Lucha.

Die Digitalisierung könne dabei helfen, eine hochwertige, flächendeckende und effiziente gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung auch zukünftig sicherzustellen. „Mit den vier Millionen fördern wir ein breites und zukunftsweisendes Spektrum an Projekten. Wir erhoffen uns von diesem ersten Schritt viele wichtige Impulse und Initiativen für eine gute und zeitgemäße Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Land“, so der Minister weiter.

Großes Interesse am Förderprogramm „Digitalisierung in Medizin und Pflege“

Die enorme Resonanz auf die Ausschreibung zeige, dass im Land ein großes Potenzial und viel Know-how vorhanden seien. Bei allen 14 ausgewählten Projekten stehe der spürbare, ganz konkrete Nutzen für die Patientinnen und Patienten und im Pflegebereich für die pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt, so Lucha. Ein weiteres Ziel der Förderung sei es, innovative und bereits bewährte Projekte in die breite Anwendung zu bringen.

Gefördert werden Projekte und Maßnahmen in vier Bereichen:

  • Ambulante und stationäre Versorgung: In diesem Bereich wird beispielsweise ein Modellprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung gefördert, mit dem die schnelle und unkomplizierte telemedizinische Fernberatung und Fernbehandlung von Patientinnen und Patienten erprobt werden soll.
  • Sektorenübergreifende Versorgung: Als eines von drei geförderten Projekten in diesem Bereich will die Uniklinik Tübingen eine Teleintensivmedizin-Plattform zur standardisierten Vernetzung zwischen Krankenhäusern in Baden-Württemberg aufbauen. Diese soll insbesondere dazu dienen, Krankenhäuser der Maximalversorgung mit denen der Grund- und Regelversorgung zu vernetzen. Gerade für strukturschwache Gebiete ohne entsprechende Fachexpertise kann dies einen hohen Mehrwert bedeuten.
  • Pflege: Im Bereich der Pflege wird unter anderem ein Projekt in Hausach gefördert, bei dem es darum geht, ein digitales Beratungsangebot – unter anderem mittels Videokonsultation – für pflegende Angehörige aufzubauen.
  • Personalisierte Medizin: Ein gefördertes Projekt ist der Aufbau eines Portals zur personalisierten Medizin durch die Unikliniken Tübingen, Heidelberg, Freiburg und Ulm. Ziel ist es, dass die Behandler, insbesondere bei neuen Therapieansätzen, Informationen zum Therapieverlauf bei anderen, ähnlichen Fällen abrufen können.

Die Digitalisierungsstrategie des Landes

Mit der Digitalisierungsstrategie „digital@bw“ will die Landesregierung die Potenziale der Digitalisierung in Baden-Württemberg erschließen. Eine Querschnittsaufgabe für alle Landesministerien, da der digitale Wandel alle Lebensbereiche betrifft.

Das Sozial- und Integrationsministerium hat in seiner „Strategie zur Verbesserung der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Baden-Württemberg durch Nutzung digitaler Technologien“ Ziele und Maßnahmen definiert, wie die Gesundheitsversorgung durch digitale Lösungen verbessert werden kann. Die Strategie wurde mit allen Akteuren des Gesundheitswesens einschließlich der Patientenvertretungen entwickelt. Das nun aufgelegte Förderprogramm ist der erste Umsetzungsschritt.

(Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg vom 30. November 2017)

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