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Aktuelle MeldungenBayern startet im neuen Jahr Schwerpunktkampagne zur Seniorengesundheit

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: Ältere Menschen sollen möglichst lange aktiv an der Gesellschaft teilhaben können

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml wird im neuen Jahr eine Schwerpunktkampagne zur Seniorengesundheit starten. Huml betonte am Montag: „Mein Ziel ist, dass ältere Menschen möglichst lange aktiv an der Gesellschaft teilhaben können. Deshalb werde ich verstärkt darauf hinweisen, wie dies gelingen kann.“

Start der Kampagne ist im Herbst 2017. Bis zum Frühling 2017 steht noch das aktuelle Jahresschwerpunktthema im Mittelpunkt – die psychische Gesundheit.

Huml kündigte an: „Wir werden im Rahmen der neuen Kampagne auch einen Bericht zur Seniorengesundheit vorstellen. Dieser umfasst unter anderem die Lebenslage älterer Menschen in Bayern, deren Lebenserwartung und Gesundheitsverhalten sowie relevante Krankheitsbilder. Aufzeigen werden wir darin zudem Teilhabemöglichkeiten und technische Assistenzsysteme für Seniorinnen und Senioren. Ferner gehen wir auf Aspekte der Prävention einschließlich der Früherkennung von Krankheiten ein.“

Huml unterstrich: „Mehr als die Hälfte der heute Geborenen hat die Chance, ein Alter von 80 Jahren und mehr zu erreichen. Nicht zuletzt deshalb müssen wir überholte Bilder, die das Alter ausschließlich als Abbau von Fähigkeiten und Lebensqualität sehen, hinterfragen. Klar ist für mich: Wir müssen die Rolle älterer Menschen in unserer Gesellschaft neu denken! Der Leitgedanke, möglichst lange und gesund selbstbestimmt zu leben und an der Gesellschaft aktiv teilzuhaben, muss im Mittelpunkt stehen.“

Die Ministerin ergänzte: „Damit greifen wir eines der vier Handlungsfelder unseres Bayerischen Präventionsplans auf. Die Menschen sollen stärker als bisher selbst entscheiden können, wo und wie sie im Alter leben wollen.“

In Bayern sind derzeit laut amtlicher Statistik 20 Prozent der Bürger älter als 65 Jahre. Schon in wenigen Jahren wird mehr als ein Viertel der Bevölkerung älter als 65 sein. Gleichzeitig nimmt auch die Anzahl der Hochbetagten – der sogenannten Generation 80 plus – weiter zu.

Huml unterstrich: „Auf diese Gesellschaft des ‚Langen Lebens‘ müssen sich auch Prävention und Gesundheitsförderung einstellen. 65-Jährige haben heute erfreulicherweise im Durchschnitt noch rund 20 Lebensjahre vor sich. Gleichzeitig nehmen aber leider auch viele Risikofaktoren, Beschwerden und Erkrankungen mit dem Alter zu. In der Altersgruppe der 70- bis 85-Jährigen hat ein Viertel der Menschen fünf oder mehr Erkrankungen.“

Die Ministerin ergänzte: „Besonders komplex sind die Herausforderungen, die demenzielle Erkrankungen mit sich bringen. Nach aktuellen Studien zeigt circa jeder Zehnte der über 65-Jährigen Symptome einer Demenz, bei den Über-90-Jährigen ist es jeder Dritte.“

Huml erläuterte: „Wir möchten im Rahmen unseres Jahresschwerpunktes auch aufzeigen, was für ältere Menschen durch präventive und unterstützende Maßnahmen wieder möglich werden kann. Ein Beispiel sind etwa Maßnahmen in den Bereichen Ernährung und Bewegung. Es besorgt mich, dass derzeit ein erheblicher Anteil der Seniorinnen und Senioren stark übergewichtig ist. Eine angepasste und ausgewogene Ernährung ist auch im Alter ein wichtiger Bestandteil eines gesunden, aktiven Lebensstils. Bereits eine moderate Gewichtsabnahme kann den Stoffwechsel verbessern und das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten senken.“

In Deutschland sind einer Studie des Robert Koch-Instituts zufolge 42 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer zwischen 70 und 79 Jahren stark übergewichtig. Sie haben deshalb unter anderem ein erhöhtes Diabetesrisiko.

Die Ministerin fügte hinzu: „Vor allem im hohen Alter sowie bei körperlichen oder kognitiven Einschränkungen besteht zudem das Risiko der Fehl- oder Mangelernährung. Auch hierüber wollen wir verstärkt informieren.“

(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 26. Dezember 2016)

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