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Arbeiten im öffentlichen Dienst - durchstaaten.de: Werbekampagne für öffentliche Arbeitgeber

Als Bund, Länder, Kommunen und Gewerkschaften im Jahr 2012 in der Arbeitsgruppe „Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber“ anfingen, an der Demografiestrategie mitzuarbeiten, lautete eines ihrer Leitziele: Sicherung der Fachkräftebasis im öffentlichen Dienst!

Denn: Qualifiziertes Personal entscheidet maßgeblich darüber, ob der öffentliche Dienst auch in Zukunft seine Leistungen auf gewohnt hohem Niveau anbieten kann. Neue Anforderungen und der steigende Nachbesetzungsbedarf aber fallen in eine Zeit, in der Angebote auf dem Arbeitsmarkt knapper werden und die Konkurrenz privater Arbeitgeber größer.

Doch trotz seiner Vorteile dringen öffentliche Arbeitgeber bei vielen Bewerbern nicht durch; die Vielfalt der Stellen ist oft nicht bekannt. Deshalb haben Bund, Länder und Kommunen ihre Kräfte gebündelt, ein gemeinsames Werbekonzept von der Demografie-Arbeitsgruppe entwickeln lassen und dieses zum Demografiegipfel am 16. März 2017 gestartet.

Im Zentrum der Werbemaßnahmen steht das Internetportal durchstaaten.de und ein dazugehöriges Signet, das auf die Internetseite verweist:

Unter dem Slogan „Arbeiten im öffentlichen Dienst - durchstaaten.de“ präsentiert die Internetseite alle öffentliche Arbeitgeber und verlinkt jeweils auf deren dezentrale - bisher schwer auffindbare - Stellenangebote.

Zielgruppen sind qualifizierte Nachwuchskräfte und Quereinsteiger, die einen Berufswechsel anstreben.

Darüber hinaus informiert die Seite, was es bedeutet, im öffentlichen Dienst am Gemeinwohl mitzuwirken, welche Rahmenbedingungen und Vorteile es gibt. Damit transportiert die Website zugleich ein positives Image.

Die Internetseite soll nach einer erfolgreichen Startphase serviceorientierter weiterentwickelt werden. Deshalb stellen wir uns folgende Fragen:

Bringen wir mit durchstaaten.de auf den Punkt, was öffentliche Arbeitgeber besonders auszeichnet? Fehlen noch Informationen über den öffentlichen Dienst?

Wie können wir Zielgruppen besser erreichen und gezielter ansprechen? Sollten wir einzelne Berufe portraitieren und damit herausstellen? Welche Erfahrungen haben öffentliche Arbeitgeber bei der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs gemacht?

Wie umfassend, wie ansprechend ist die Verlinkung zu dezentralen Stellenangebotsseiten?

Wie schafft es das Signet „Arbeiten im öffentlichen Dienst - durchstaaten.de“ zu allen Behörden, um flächendeckend zu wirken?

Welche Antworten und Ratschläge möchten Sie uns geben?

Werben Sie mit uns mit!

  • am 22.05.2017 07:18 Uhr von Katharina Hedtstück (BMI) und Dr. Wilfried Ströhm (BPA)

10 Kommentare

  • (Kommentar Teil 2 von 2) Weitere Voraussetzung für die Laufbahnbefähigung für den höheren Dienst ist aber entweder ein abgeschlossener Vorbereitungsdienst oder eine hauptberufliche Tätigkeit von zwei Jahren und sechs Monaten, die nach Fachrichtung und Schwierigkeit der angestrebten Laufbahn entspricht. Eine hauptberufliche Tätigkeit auf dem Niveau des gehobenen Dienstes ist insoweit nicht ausreichend. Bundesbeamtinnen und -Beamte des gehobenen Dienstes mit nebenberuflich absolviertem Masterstudiengang können daher gemäß § 24 BLV für die entsprechende (höhere) Laufbahn zugelassen werden, wenn sie an einem für Regelbewerberinnen und Regelbewerber vorgesehenen (externen) Auswahlverfahren erfolgreich teilgenommen haben. Dabei verbleiben die Beamtinnen und Beamten in ihrem bisherigen beamtenrechtlichen Status, bis sie die für den Erwerb der Laufbahnbefähigung erforderliche hauptberufliche Tätigkeit (zwei Jahre und sechs Monate) absolviert haben und sich nach Erlangung der Befähigung sechs Monate in der höheren Laufbahn bewährt haben. Durch diese Regelung werden Personen, die bereits in einem Beamtenverhältnis zum Bund stehen, privilegiert, da sich ihre statusrechtliche Situation (z.B. Beamtenverhältnis auf Lebenszeit) während des gesamten Verfahrens nicht verändert und weiterhin die vollständige beamtenrechtliche Absicherung besteht. Für die Zulassung zu einem Auswahlverfahren sind ferner die jeweils in einer Stellenausschreibung verlangten Anforderungen maßgeblich.
    06.06.2017 13:27 Uhr von Katharina Hedtstück (BMI) - Redaktionsteam durchstaaten.de
  • Lieber Herr Sommer, vielen Dank für Ihr Mitdenken in Sachen „Fachkräftegewinnung“. Wir stimmen Ihnen uneingeschränkt zu, dass man dieses Thema nicht auf Fragen der Öffentlichkeitsarbeit reduzieren kann, um die es uns hier im Dialog geht. Mitentscheidend für die Nachwuchsgewinnung und Rekrutierung neuen Wissens ist ebenso die Attraktivität der Beschäftigungsbedingungen und der beruflichen Perspektiven im öffentlichen Dienst. Und daher hat die Arbeitsgruppe „Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber“ auch viele Projekte zur Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen vorgelegt, worüber Sie sich hier auf dem Demografieportal weiter informieren können. Ihrem Vorschlag möchten wir aus allgemeiner laufbahnrechtlicher Bundessicht aber folgende Argumente entgegenhalten: Das Laufbahnprinzip ist von dem Gedanken geprägt, dass ein hoher Leistungsstandard in der Verwaltung erreicht wird, wenn Beamtinnen und Beamte die Vorbildung haben, die den Aufgaben der Laufbahn entspricht. Daher legt das Laufbahnrecht des Bundes Mindeststandards für die berufliche Eignung fest. Mit Blick auf das vielfältige Aufgabenspektrum der Bundesverwaltung mit wechselnden und oft von Aktualität bestimmten Schwerpunkten gewährleisten diese Mindeststandards die breite Einsetzbarkeit der Beamtinnen und Beamten unabhängig von bestimmten Dienstposten. Mit einem abgeschlossenen Masterstudiengang wird zwar die Bildungsvoraussetzung für den höheren Dienst erworben. (Kommentar Teil 1 von 2)
    06.06.2017 13:13 Uhr von Katharina Hedtstück (BMI) - Redaktionsteam durchstaaten.de
  • Lieber Herr Sommer, herzlichen Dank für Ihre gute Anregung. Die derzeitige Internetseite durchstaaten.de ist eine Startversion, die wir ohne nennenswertes Budget aufgebaut haben. Die Entwicklung der Seitenabrufe ist erfreulicherweise positiv, so dass wir einen Ausbau der Servicefunktionen ins Auge fassen. Die Einrichtung einer besseren Suchmaske mit speziellen Filtern (z.B. Entgeltgruppen) steht dann ganz oben an. Gerade für die wichtige Zielgruppe der Berufswechsler wollen wir dann - auch in dem von Ihnen aufgeführten Sinne - attraktivere Suchergebnisse ermöglichen. Dass dies eine echte IT-Herausforderung ist, können Sie sich vorstellen. Viele Grüße, Dr. Wilfried Ströhm und Katharina Hedtstück
    30.05.2017 13:06 Uhr von Katharina Hedtstück (BMI) / Dr. Wilfried Ströhm (BPA) - Redaktionsteam durchstaaten.de
  • Liebe Frau Friebe, da es sich bei den von Ihnen geschilderten Erfahrungen um sehr individuelle Probleme handelt, die wir von hier aus nicht beurteilen können, können wir uns dazu nicht äußern. Gruß, Katharina Hedtstück und Dr. Wilfried Ströhm
    30.05.2017 12:57 Uhr von Katharina Hedtstück (BMI)/ Dr. Wilfried Ströhm (BPA) - Redaktionsteam durchstaaten.de
  • Liebes Team, eine generelle Anregung zur Gewinnung junger Fachkräfte: Im Öffentlichen Dienst beschäftigte Personen, die die Karriereleiter hochsteigen möchten und leistungswillig sind, qualifizieren sich oftmals außerhalb vom Beruf. So habe ich ein Hochschulstudium an der Universität Kassel (Master of Public Administration, Vorstudium: gehobener Dienst BKA) absolviert, um für zukünftige Aufgaben bestens gewappnet zu sein. In der Vergangenheit musste ich allerdings erfahren, dass Behörden noch sehr auf das Laufbahnsystem verharren. In nahezu keinem Bundesland gibt es hierzu Regelungen. Zwar habe ich durch dieses Studium im Bund und im Land NRW die Laufbahnbefähigung für den höheren Dienst, aber wenn man bereits eine Bewerbung auf eine Funktion im gehobenen Dienst schreibt, wird man schon abgelehnt, weil die Laufbahnprüfung gD angeblich fehlt. In vielen anderen Ländergesetzen würde man nur über subsidiäre Klauseln des Laufbahnrechts und Gutdünken der Personalchefs das Anforderungsprofil "Laufbahnbefähigung gehobener bzw. höherer Dienst" erfüllen. Wenn man leistungswillige Fachkräfte gewinnen möchte, sollte man aus meiner Sicht auf der Kultusministerkonferenz klar festlegen, dass nebenberufliche Studienabschlüsse im Bereich Verwaltungswissenschaften für den höheren Dienst und den gehobenen Dienst qualifizieren und der Laufbahnprüfung gleich stehen. Von den Inhalten ist diese Gleichstellung problemlos, da beispielsweise der Bund über den MPA die hD-Qualifikation regelt
    30.05.2017 08:35 Uhr von Maik Sommer
  • Liebes Team vom Demografie-Portal. Prinzipiell finde ich die Gedanken zur Errichtung des Portals sehr gut. Bei den Stellenangeboten musste man bisher auf die Agentur für Arbeit und Interamt zurückgreifen. Nach meiner Einschätzung bekommt man damit etwa 90% der Stellenangebote zu sehen. Wichtig wäre, dass man hier eine bessere Suchmaske anbietet, da viele grundlegende Funktionen bereits von o.g. Portalen erfüllt werden. Ich würde mich daher dafür aussprechen, dass beim Filtern von Stellenangeboten nach der Entgeltgruppe, nach der Entfernung zum Wohnort und nach der Fachlichkeit gegangen wird. Oftmals ist es so, dass man die letzten 5-10 Jahre in einer Organisationseinheit IT oder Personalamt oder Umweltrecht, ... beschäftigt war und eine neue Herausforderung in dieser Fachlichkeit sucht. Die Jobbörse und Interamt können diesen Wunsch nicht direkt erfüllen, da man eine derartige Kategorisierung nicht vornimmt.
    30.05.2017 08:26 Uhr von Maik Sommer
  • Diese Probleme wären mit guter Personalpolitik und Planung erst gar nicht vorhanden. Aber scheinbar kommen gerade bei der Personalpolitik in vielen Bereichen andere Kriterien zum tragen, als Qualifikation bzw. BERUFSERFAHRUNG, FLEXIBILITÄT oder eben auch die persönlichen Gegebenheiten eines Bewerbers oder Beamten. Meinen bisherigen Erfahrungen zeigen eine desatröse Personalpolitik angefangen bei den Personalentwicklungsdialogen, aus denen Absprachen durch die Vorgesetzten nicht eingehalten wurden und endet in diversen Bewerbergesprächen mit fadenscheinigem Absagegrund. Vielleicht sollte vielmehr in diesem Bereich nachgesteuert werden. Es sollten tatsächliche Personalchefs, die das auch können, zum Einsatz kommen. In einigen staatsnahen Unternehmen wissen die Vorgesetzten nicht mal in welchen Verfahren ein Coaching abzulaufen hat. Da sind teilweise desatröse Verhältnisse Vor Ort. Die werden jedoch ständig durch alternative Fakten vertuscht.
    30.05.2017 08:17 Uhr von Ruth Friebe
  • Liebe Frau Bahr, vielen Dank für Ihrer Stellungnahme. Herzlichen Dank auch für Ihr Lob. Leider haben Sie mit Ihrem Kritikpunkt Recht. In der Redaktionsgruppe haben wir das Problem schon bei der Konzeption erkannt und lange diskutiert, wie wir die dezentralen Stellenangebote von über 10.000 Gemeinden besser und nutzerfreundlicher bündeln und anbieten können. Unser Problem ist, dass selbst die Gemeinden nicht gebündelt abgegriffen werden können, geschweige denn deren Stellenangebote. Um die Stellenangebote besser zugänglich zu machen, bedarf es einer speziellen Suchfunktion, die wir in dieser Startversion leider noch nicht haben. Wir stehen mit der kommunalen Seite, die ja Mitglied der Redaktionsgruppe ist, in regem Austausch und arbeiten dran. Gruß, Dr. Ströhm
    29.05.2017 10:30 Uhr von Dr. Wilfried Ströhm (BPA) - Redaktionsteam durchstaaten.de
  • Sehr geehrtes Team des Demografie-Portals, die Idee gebündelt für alle öffentlichen Arbeitgeber Stellenangebote aufzubereiten, finde ich sehr sinnvoll und schon lange überfällig - daher toll, dass dies nun so umfangreich und professionell angegangen wird. Allerdings muss ich sagen, dass z.B. unter der Kategorie "Kommunen" ein solcher Hinweis "Schauen Sie doch einfach mal auf der Internetseite Ihrer Gemeinde, Ihrer Stadt, Ihres Landkreises oder der kommunalen Unternehmen nach; dort finden Sie sicherlich interessante Stellenausschreibungen." (https://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/Oeffentlicher-Dienst/2016-03-21-kommune.html;jsessionid=F3088D3F3DA5263E286F4C84D942229E.s1t2?nn=1679370) genau wieder diese problematische Dezentralität aufweist, die ja eigentlich durch die Seite durchstaaten.de aufgehoben werden soll. Soll es zukünftig noch angegangen werden, dass die Stellenangebote der einzelnen Kommunen gebündelt gelistet werden und zentral aufbereitet zur Verfügung stehen? Dies wäre sicher eine Bereicherung für Arbeitgeber und Bewerber. Freundliche Grüße, Miriam Bahr
    24.05.2017 14:32 Uhr von Bahr
  • Sehr geehrtes Team, ihre Einleitung ist ein Motivationsgedanke der dem alten,maroden Wandel nicht mehr angepasst ist.Es läßt die Vermutung zu , dass der Wandel, ein Gesellschaftswandel beim Bürger nicht angekommen ist.Umbrüche ja, aber von Aufbrüchen sind wir weit entfernt.Der Prozess hat im öffentlichen Dienst noch nicht begonnen, aber es treten zu Zeit im Quartier viele Fragen auf. Ich bin fest überzeugt: Bildung, Fortbildung, Ausbildung für soziale Demokratie und einen kommunalen, sozialen, gesundheitlichen und präventologischen Prozess zu erkennen, braucht es eine Generation des Handelns.Hier wird in Zukunft die Bürgerbeteiligung, die Kommune und die Politikin heraus gefordert. Es braucht Wandel, Veränderung und weniger Diskusionswahn, sondern Praxis im Quartier.Europa beweg Dich, kommt nicht von ungefähr(der Absturz) und die Resignation im Arbeitsfeld der Behörden ist stärker, als die Motivation. Was im Unterbewusstsein des demografischen, sozialen, gesundheitlichen und präventologischen Wandels verkümmert und nicht mehr vorhanden ist, kann nicht gefühlt werden. Flächenddeckend zu wirken braucht alte und neue Präventionsketten im Kontext der kleinen Netzwerke, die miteinander wirken. Bremser sind: "Der demografische und soziale Wandel ist eine Herausforderung für unseren Egoismus und unsere Selbstgenügsamkeit. © Willi Löhr (*1954), Demografieexperte, Präventologe
    22.05.2017 20:06 Uhr von Löhr
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Bringt das im März 2017 gestartete Internetportal durchstaaten.de auf den Punkt, was öffentliche Arbeitgeber besonders auszeichnet? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, haben wir am 22. Mai gemeinsam mit dem Bundespresseamt und dem Bundesinnenministerium einen Praxisdialog gestartet. Im Mittelpunkt des Dialogs steht die Werbekampagne „Arbeiten im öffentlichen Dienst – durchstaaten.de“. Im Rahmen der Demografiestrategie hat die Arbeitsgruppe „Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber“ dieses Werbekonzept gemeinsam mit Bund, Ländern, Kommunen und Gewerkschaften entwickelt. Das Redaktionsteam durchstaaten.de freut sich auf Ihr Feedback. Nutzen Sie den Dialog auch für einen Erfahrungsaustausch. Was macht öffentliche Arbeitgeber interessant und attraktiv? Beteiligen Sie sich bis zum 30. Juni! mehr

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