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Jugendgerechte Demografiepolitik im Kyffhäuserkreis

Die Arbeitsgruppe Jugend gestaltet Zukunft setzt im Rahmen der Demografiestrategie der Bundesregierung ihren Schwerpunkt auf gelingendes Aufwachsen in ländlichen Regionen. Ihr Ziel: Jugendliche und deren Belange aktiv in die Demografiestrategie einzubinden.

Davon profitiert der ländlich geprägte Kyffhäuserkreis. Im Beteiligungsprojekt „Jugend-Demografie-Dialog“ wird er bis 2017 als einer von vier Modelllandkreisen von der Leuphana Universität begleitet. Kernidee ist, dass junge Menschen ihre Heimatregion wirksam mitgestalten. Zum Auftakt wurden im Herbst 2015 mit 350 Jugendlichen aus 15 Einrichtungen sogenannte Demografiewerkstätten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit den Mitgliedern der AG Jugend gestaltet Zukunft diskutiert, ein Jugendgutachten der Landrätin Antje Hochwind übergeben.

Auf einer Jugendklausur im Oktober 2016 vereinbarten die Jugendlichen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung vor Ort die gemeinsame Umsetzung der Lösungsvorschläge. Geplant ist, die Ergebnisse zukünftig in der Kinder- und Jugendhilfe zu berücksichtigen.

Um Jugendbeteiligung nachhaltig umzusetzen, wollen die beteiligten Jugendlichen ein Jugendparlament im Kyffhäuserkreis initiieren. Auch die Verwaltung und Jugendarbeit wird einbezogen. 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifizieren sich derzeit als Prozessmoderatoren, um Beteiligungsformen von Kindern und Jugendlichen qualifiziert zu gestalten.

Im Projektverlauf war eine der größten Herausforderung, Entfernungen zwischen den Schul- und Wohnorten zu überwinden - ein typisches Problem vieler ländlicher Räume. Dass sich engagierte Jugendliche treffen und gemeinsam arbeiten können, wurde nur durch großen personellen Aufwand erreicht. Wie lösen andere Kommunen dieses Problem?

Eine weitere Erfahrung: Jugendliche wünschen sich einen Austausch mit anderen Gremien, wie z. B. mit den Sprecherräten in den Schulen, um gemeinsam zu diskutieren und Anregungen umzusetzen. Uns interessiert, welche Erfahrungen andere mit solchen Formaten haben?

Im Dialog mit den Jugendlichen merkt man schnell, dass sie einbezogen werden wollen und aktiv sind, wenn sie gefordert werden. Eine nachhaltige Etablierung von Jugendbeteiligung kann jedoch nur über stete Begleitung und permanente Nachwuchsförderung erreicht werden. Wie kann man solche Strukturen nachhaltig umsetzen, wie Nachwuchs fördern und – ganz allgemein – wie die Beteiligung des Jugendparlaments in den etablierten politischen Prozessen auch tatsächlich realisieren?

  • am 01.02.2017 07:29 Uhr von Elke Schnabel

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Zusatzinformationen

Kategorisierung

Thema

Jugendgerechte Kommune

Stichworte

  • Jugendbeteiligung etablieren
  • Jugend im ländlichen Raum

Elke Schnabel

Funktion
Strategische Sozialplanung
Institution
Landratsamt Kyffhäuserkreis
Bundesland
Thüringen

Wichtige Mitteilung

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