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Zusammenspiel aller Akteure ist einzufordern

Die jüngste Entwicklung bei der fach- und zahnärztlichen Versorgung von hochaltrigen, pflegebedürftigen und/oder dementiell veränderten Menschen ist lobenswert! Auch, daß dies Thema gesellschaftlich aufgenommen wurde, ist wichtige Voraussetzung für dringend notwendige Verbesserungen auf diesem Feld in unserem reichen Land.
Ein nächste zu erreichende Qualität und Quantität sollte noch besser gelingen, wenn es Alltag wird, daß eben nicht nur die dafür engagierten Ärzte und stationären/ambulanten Pflegedienstleitungen sich einbringen, sondern daß es (juristische?) Möglichkeiten gibt, die dafür unbedingt notwendigen Angehörigen und Betreuer dieser zu versorgenden Menschen zu "interessieren". Ich erlebte immer wieder, daß aus Kosten- und/oder Zeitgründen solche Versorgung nicht gewünscht oder gar offen von den Angehörigen und Betreuern abgelehnt wurde.
Hier werden weder Arzt noch Pflegedienstleitung in die Auseinandersetzung gehen.

  • am 23.06.2015 11:42 Uhr von Dr. Lars Wohlfahrt

2 Kommentare

  • Wenn der Arzt nach Hause kommen soll, ist dies mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden. Dieser Mehraufwand lässt sich verringern, wenn die Wohnbedingungen der Patientinnen und Patienten nicht nur für die eigenen Bedürfnisse barrierefrei sind, sondern auch für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Eine Vielzahl von Möglichkeiten dazu bieten Leistungen des Handwerks im baulichen und technischen Bereich. Zu denken ist dabei an geeignete Zugangsmöglichkeiten, die Verfügbarkeit von Anschlusstechnik für Geräte, ausreichende Beleuchtung und nicht zuletzt an Parkraum.
    22.07.2015 22:23 Uhr von Nikolaus Teves
  • Sehr geehrter Herr Dr.Lars Wohlfahrt, die Herausforderung des demographischen Wandel 2020/2030 stellt die Herausforderung tatsächlich an alle "Akteure" in den alten und neuen medizinischen Präventionsketten. Problem:" Eigene wirtschaftliche Interessen werden das gewünschte Ziel zur Zeit nicht erreichen und erfordert auch ein neues "Denken" in diesem gesellschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und präventologischen Wandel für alle Generationen! Allgemeinmediziner sind in der "Zange einer Dokumentationspflicht und führen zur Minderung in der Versorgung der Patienten. In 10 - 15 Min beim Älteren eine latente Depression mit Nebendiagnosen zu stellen, wird sehr schwierig. Zeitressourcen sind kaum vorhanden und wird sich in den "Hausarztgemeinschaft auf Grund der Altersgrenzen erheblich reduzieren. Diese Lücken sind kaum zu schließen! In drei Jahrzehnte haben wir den demografischen Wandel nicht nur in der Geburtenentwicklung verschlafen, sondern auch in neuen Ressourcen und Potenziale die Versorgungsbedingungen zu verbessern! Nach 10 Jahren sehe ich die Zukunft von kleinen medizinischen Netzwerken, eine Zwischenschaltung zwischen Arzt und Bürger (Patient/Klient) eines Kommunenpräventologe(Kümmerer/Quartiersmanager) und die Schwester (Gemeindeschwester) als Schwester Agnes. Wir brauchen für die medizinische ländliche Versorgung medizinische Ausgleichsmodule mit praktischer Umsetzbarkeit. Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem!
    23.06.2015 19:10 Uhr von Vision54

Zusatzinformationen

Kategorisierung

Thema

Vor Ort medizinisch gut versorgt

Stichwort

Fragen zu „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“

Dr.
Lars Wohlfahrt

Funktion
Direktor * Altenhilfe und -pflege
Institution
Gemeinschaft Dt. Altenhilfe
Bundesland
Niedersachsen

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